Worüber stritten sich Päpste und Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen?

Eigentlich immer über die Frage: Wer hat die Macht? Obwohl sich der Pontifex in Rom als Oberlehnsherr über Sizilien verstand, teilten Roger – und später auch Friedrich II. – diese Meinung nicht. Im Gegenteil! Beide ignorierten den vom Papst eingeforderten Anspruch.

Ganz besonders und vollkommen unbeeindruckt, hielt, nach seinem Großvater, König Roger II. von Sizilien (*1095/°1154), Friedrich II. dagegen.  

Seine Herrschaft als König und Kaiser leitete er als von Gott gegeben ab, bezeichnete sich als „Imperator Augustus“ – was so viel hieß wie: Letztlich waren die römischen Cäsaren zuerst da (-> also in deren Nachfolge: Ich), dann erst hätte sich die Institution des „Heiligen Stuhls“ (-> Papst, Kurie, Vatikan) etabliert. In der Durchsetzung dieses Gedankens stand Friedrich II. fürderhin im ständigen Clinch mit den Päpsten. 

So zum Beispiel mit:

Innozenz III. (-> Papst von 1198-1216),
Honorius III. (-> Papst von 1216-1227),
Gregor IX. (->Papst von 1227-1241) und
Innozenz IV. (Papst von 1243-1254),

die nun wiederum Friedrichs Auffassung keinesfalls teilen wollten.

Autor: Manfred Zorn

 

 

 

 

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