Wie gingen Friedrich II. und Papst Honorius III. miteinander um?

Mehr oder weniger freundlich! Papst Honorius III. (*1148/°1227) trat 1216 die Nachfolge Papst Innozenz´ III. an. Sicherlich ärgerte er sich über die von Friedrich II. nachlässig betriebene Einhaltung seines Kreuzzugversprechens, war aber alles in allem weitaus toleranter, aber auch weniger durchsetzungsfähig, als sein Vorgänger.

Folgerichtig ließ er sich 1220 – vielleicht nicht wirklich überzeugt, aber dann doch – darauf ein, Friedrich II. in Rom zum Kaiser zu krönen. Zuvor hatte Honorius sich allerdings zusagen lassen, dass Friedrich das Königreich Sizilien zwar verwalten und regieren könne, keinesfalls aber dort als Kaiser auftreten dürfe.

Als Friedrich nach dem gescheiterten Kreuzzug von Damiette (-> von 1217 bis 1221) – auch nach Meinung des Papstes – eine Mitschuld gegeben wurde, verpflichtete sich der Kaiser 1225 im Vertrag von San Germano (-> Latium/Italien) erneut gegenüber Honorius III., ganz sicher bis spätestens 1227 das „Kreuz zu nehmen“.

Dass das ebenfalls wieder nicht geklappt hatte, bekam Honorius allerdings nicht mehr mit. Er verstarb im März des Jahres 1227.

Autor: Manfred Zorn

 

 

 

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