Heinrich VI.

Wer war Heinrich VI.? Welche Rolle spielt er innerhalb der Staufer? Mehr zu diesem Herrscher in diesem Kapitel.

Wer wurde Nachfolger Kaiser Barbarossas?

Das war Heinrich, der zweitgeborene Sohn aus Barbarossas Ehe mit Beatrix von Burgund. Zur Unterscheidung all der vielen bisherigen Heinrichs in der Geschichte der Könige und Kaiser (-> nicht zu vergessen die diversen Fürsten und Herzöge gleichen Namens sowie die englischen oder französischen Henrys/Henris), wurde seinem Namen die römische Sechs (-> VI.) zugefügt.

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Heinrich VI. – was war das für ein Typ?

Heinrich VI. gilt in der Geschichtswissenschaft zwar als Politiker mit scharfem Verstand, muss aber gleichzeitig ein ausgewiesener Unsympath gewesen sein. Er hatte nichts von der Größe seines Vaters, Friedrich I. Barbarossa. Weder charakterlich, noch von Statur.

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Wer hat die Hochzeit Heinrichs VI. angebahnt – wann und warum?

Das war Heinrichs Vater, Barbarossa. Der wollte immer schon gern seinen Fuß auf Sizilien setzen, und beabsichtigte daher - sozusagen auf diplomatischem Wege - schon in den 6oiger Jahren des 12. Jahrhunderts, seine Tochter Beatrix mit Wilhelm II. von Sizilien zu verkuppeln. Daraus wurde nichts.

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Wer war Konstanze von Sizilien – und wer ihr Vater?

Konstanze von Sizilien (*1154/°1198) stammte aus dem Adelshaus der Hautevilles. Die Hautevilles, ursprünglich in der Normandie/Frankreich beheimatet, kamen zu Beginn des 11. Jahrhunderts in das südliche Italien, kämpften – unter dem Begriff Normannen – mutig und im Einvernehmen mit der Kirche gegen die muslimischen Araber, hatten schließlich zu Beginn der 90iger Jahre Sizilien endgültig erobert und wurden 1128 von Papst Honorius II. (*um 1060/°1130) für ihren Einsatz belohnt.

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Wie muss man sich die Ehe Heinrichs VI. mit Konstanze vorstellen?

Schwer zu sagen. Wie soll das auch gehen? Wer kann das wirklich beurteilen? Im Grunde niemand. Möglicherweise wusste auch Konstanze nicht, wer das war, den sie ehelichen sollte/musste.

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Warum war Heinrich VI. die Rückkehr Heinrichs des Löwen aus dem Exil halbwegs schnurz?

Das ist in der Tat überraschend. Immerhin hatte Barbarossa Heinrich den Löwen 1182 nach England ins Exil geschickt, wo er auch hätte bleiben müssen. Nochzumal der "Löwe" seiner Zeit einen Eid geschworen hatte, keinesfalls jemals aus der Verbannung zurückzukehren. Aber jetzt, 1189, war ihm der Schwur so etwas, wie Schnee von Gestern. Heinrich dem Löwen schien einfach jetzt die Gelegenheit günstig, wenigstens Teile seines unter Barbarossas Ägide verlustig gegangenen sächsischen Herzogtums zurückzuerbobern.

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Was ist eigentlich unter dem „Königreich Sizilien“ zu verstehen?

Das zu erklären bedarf uneingeschränkter Geduld, ist doch die Beschäftigung mit dem Begriff „Königreich Sizilien“ ziemlich komplex. Auch dann noch, wenn an dieser Stelle das Neolithikum (-> Jungsteinzeit, etwa 5000-2000 v. Chr.) die Bronzezeit, griechische Landnahme und die alten Römer außen vor gelassen werden, und die Betrachtung lediglich auf das Mittelalter beschränkt wird. Nun gut, einen Versuch ist´s dennoch wert.

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Wer torpedierte Heinrichs VI./Konstanzes Erbansprüche auf Sizilien?

Das waren stauferfeindliche Oppositionelle, die, mit Duldung Papst Clemens III. (*unbekannt/°1191), einen gewissen Tankred von Lecce auf den verwaisten sizilianischen Thron gesetzt hatten sowie Tankreds Schwager, der Engländer Richard Löwenherz, der das ganze Unterfangen finanziell unterstützte.

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Wie, und durch wen, kam Heinrich VI. doch noch zu seiner Kaiserkrönung?

Das Pontifikat Papst Clemens III. übernahm im März 1191 der fünfundachtzigjährige Giacinto Bobone (-> dtsch. auch: Hyazinth Bobo; *etwa 1106/°1198), der sich - für die bis zu seinem Tod immerhin noch sieben Jahre - den Namen Coelestin III. zulegte.

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Was – und wer – machte Heinrich VI. in Italien das Leben schwer?

Hui, da kam einiges zusammen. Heinrichs Versuch, Neapel im Sommer 1191 militärisch einzunehmen, scheiterte aufs Kläglichste. Dann brach unter seinen Soldaten eine Seuche aus, von der auch Heinrich erwischt wurde. Er soll so schwer erkrankt sein, dass sogar angenommen wurde, er sei verstorben. An weitere Kampfhandlungen war also nicht mehr zu denken.

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War Heinrich VI. ein Mörder?

Na, ja, im Sinne des Wortes war er das sicher nicht. Sieht man die Sache im Zusammenhang mit seiner Skrupellosigkeit in kriegerischen Auseinandersetzungen oder dem Blutgericht von Palermo, bleibt die Frage allerdings offen.

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Wie ergaunerte sich Heinrich VI. ein erkleckliches Vermögen?

Genau genommen, mehr oder weniger durch Erpressung!

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Wie hat Heinrich VI. das von Richard Löwenherz erpresste Geld eingesetzt?

Nun, durch das erzielte Lösegeld, konnte Heinrich VI. wieder Großmachtpläne schmieden. Durch die heimliche Heirat Heinrichs des Älteren von Braunschweig (-> Sohn Heinrichs des Löwen und Welfe) mit Agnes (-> Tochter des Rheinpfalzgrafen Konrad, einem Staufer) im Februar 1194, ergab sich nicht nur eine dynastische Verbindung der Staufer/Welfen, sondern begünstigte gleichzeitig auch Heinrichs VI. Stellung im Reich – noch zumal er unmittelbar darauf im März d. J. endgültig Frieden mit den Welfen schloss.

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Wie gestaltete Heinrich VI. die „feindliche“ Übernahme Siziliens?

Brutal, maßlos, unersättlich und gewissenlos. Heinrich ließ ein vorgetäuschtes Komplott gegen ihn initiieren, auf Grund dessen er die normannischen Adeligen erst einsperren, dann hinrichten ließ. Die freigewordenen Schlüsselpositionen besetzte er mit kaisertreuen, also ihm ergebenen, Gefolgsleuten, setzte seine Gattin Konstanze als zukünftige Regentin Siziliens ein, stahl die Grabbeigaben Tankreds von Lecce und deportierte dessen Familie samt Anhängern, einschließlich des überaus reichhaltigen normannischen Kronschatzes, nach Deutschland.

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Konnte Heinrich VI. seinen „Erbreichsplan“ durchsetzen?

Nein, das konnte er nicht! Das blieb ein Wunsch, dessen Gedanke – einem Sprichwort zur Folge - der Vater sein soll! Heinrich hatte geglaubt, seinen Fürsten das Erbrecht Siziliens schmackhaft machen zu können. Dort konnte nämlich, wie auch in Frankreich und England, der Thron an den jeweils in Frage kommenden Sohn vererbt werden. Die Krone blieb sozusagen in der Familie.

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Was hatte Heinrich VI. mit dem sogenannten „Blutgericht von Palermo“ zu tun?

Sehr viel! Heinrich war sozusagen der Vollstrecker!

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Was geschah, als Heinrich VI. auf der Jagd war?

Er starb! Im Spätsommer 1197 ging Heinrich VI. in der Gegend um Messina/Sizilien einem seiner Hobbys nach, der Jagd.

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War das Ableben Heinrichs VI. der Anfang vom Ende der Staufer?

Mehr oder weniger! Nach Heinrichs Dahinscheiden im September 1197 ging sozusagen ein Aufatmen durch Sizilien, Italien und das Reich. Die Mehrzahl derer, die unter der Tyrannei Heinrichs VI. gelitten hatten, schienen ihm keine Träne nachgeweint zu haben. Im Gegenteil! Die ihm schon zu Lebzeiten nicht wohl Gesonnenen brannten geradezu darauf, ihre Vorteile aus seinem Tod zu ziehen. Zu verlockend erschienen die Möglichkeiten, sich nun über Heinrichs Hinterlassenschaft herzumachen.

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Wer profitierte am meisten vom Tod Heinrich VI.?

Nun, Heinrichs Ehegespons, die hinterbliebene Witwe Konstanze von Sizilien, brach alle Kontakte zu Deutschland ab, verzichtete auf ihren Anspruch der Krone, setzte sich vehement für ihren dreijährigen Sohn, Friedrich, ein, ließ ihn im Mai 1198 zum König von Sizilien krönen und stellte ihn unter die Vormundschaft Papst Innozenz´ III.

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