War Heinrich VI. ein Mörder?

Na, ja, im Sinne des Wortes war er das sicher nicht. Sieht man die Sache im Zusammenhang mit seiner Skrupellosigkeit in kriegerischen Auseinandersetzungen oder dem Blutgericht von Palermo, bleibt die Frage allerdings offen.

Wie auch immer.

Nach seiner Rückkehr aus Italien, sah sich Heinrich VI. einer Phalanx oppositioneller und auf Krawall gebürsteter Gegner gegenüber. Den seiner Zeit in Fulda zwischen ihm und Heinrich dem Löwen geschlossenen Frieden, betrachtete Letzterer schlicht für obsolet. Gemeinsam mit seinem Sohn – Heinrich (V.) von Braunschweig und Pfalzgraf bei Rhein (*um 1173/°1127) – war es beiden gelungen, Heinrichs VI. Widersacher im Nordwesten Deutschlands, in Sachsen und am Niederrhein, gegen ihn zu aufzubringen. Unschöne, bürgerkriegsähnliche Kampfhandlungen waren die Folge.

Begünstigt, und jetzt kommts, wurde der Aufstand der - von England, dem Kirchenstaat und Sizilien unterstützten - Oppositionellen, durch die Ermordung Alberts von Brabant (*um 1165/°zwischen 1191-1193?).

Wieso das?

Nun, böse Zungen brachten – tuschel, tuschel – in übler Absicht, Heinrich VI. als vermeintlichen Initiator dieser Freveltat, dem Mord, in Verbindung. Selbstverständlich erwies sich das als grober Unsinn. Bereits im Sommer 1193 wurde Heinrichs Unschuld von einer Reihe integerer Persönlichkeiten beeidet. Ob dabei tatsächlich alles mit rechten Dingen zugegangen war ...?

Autor: Manfred Zorn

 

 

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