Was – und wer – machte Heinrich VI. in Italien das Leben schwer?

Hui, da kam einiges zusammen. Heinrichs Versuch, Neapel im Sommer 1191 militärisch einzunehmen, scheiterte aufs Kläglichste. Dann brach unter seinen Soldaten eine Seuche aus, von der auch Heinrich erwischt wurde. Er soll so schwer erkrankt sein, dass sogar angenommen wurde, er sei verstorben. An weitere Kampfhandlungen war also nicht mehr zu denken.

War das nun schon unangenehm genug, kam auch noch die Entführung Konstanzes durch apulische Desperados, möglicherweise veranlasst durch Tankred von Lecce, hinzu. Hier zeigte sich Papst Coelestin III. allerdings konziliant – auf sein päpstliches Geheiß hin, wurde Heinrichs Gattin zügig aus der Gefangenschaft entlassen. Aber damit waren die Gemeinheiten noch nicht ausgestanden.

Jetzt zeigte sich der Papst von seiner hinterhältigen Seite. Mit dem Abschluss des Konkordats von Gravina 1192, legten Coelestin III. und mit ihm die Kurie – die nach sizilianischem Erbrecht rechtmäßigen Erben Konstanze und Heinrich VI. dabei kess und keck ignorierend – die legitime Nachfolge der Normannenkönige auf Tankred von Lecce fest, und belehnte diesen - völlig widerrechtlich – mit dem Königreich Sizilien.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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