Wie, und durch wen, kam Heinrich VI. doch noch zu seiner Kaiserkrönung?

Das Pontifikat Papst Clemens III. übernahm im März 1191 der fünfundachtzigjährige Giacinto Bobone (-> dtsch. auch: Hyazinth Bobo; *etwa 1106/°1198), der sich - für die bis zu seinem Tod immerhin noch sieben Jahre - den Namen Coelestin III. zulegte.

Zwar vollzog Coelestin Ostern d. J. schweren Herzens die Kaiserkrönung Heinrichs VI. und Konstanzes, war aber – obwohl Heinrich die ihm treu ergebene Stadt Tusculum preisgab und die vollständige Zerstörung durch die römische Soldateska zuließ (-> was Heinrichs Niederträchtigkeit in der Durchsetzung seiner Ziele deutlich macht) – nach wie vor „not amused“. Vehement lehnte er auch weiterhin die – im Grunde berechtigten – Erbansprüche Konstanzes auf das Königreich Sizilien rundweg ab.

Ebenso wie sein Vorgänger, schien ihn dabei die Angst vor der Einkreisung des Kirchenstaates durch Heinrich VI. getrieben zu haben, der im Falle der Besitzergreifung Siziliens nicht nur von Norden, sondern auch von Süden gefährlich zu werden drohte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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