Wer wurde Nachfolger Kaiser Barbarossas?

Das war Heinrich, der zweitgeborene Sohn aus Barbarossas Ehe mit Beatrix von Burgund. Zur Unterscheidung all der vielen bisherigen Heinrichs in der Geschichte der Könige und Kaiser (-> nicht zu vergessen die diversen Fürsten und Herzöge gleichen Namens sowie die englischen oder französischen Henrys/Henris), wurde seinem Namen die römische Sechs (-> VI.) zugefügt.

Dieser zweite Stauferkönig/Kaiser Heinrich VI. (*1165/°1197) wurde bereits drei-/vierjährig auf einem Hoftag 1169 in Bamberg zum König bestimmt und erhielt zwanzig Jahre später, 1189 in Regensburg, wo sich das Kreuzfahrerheer kurz vor Aufbruch ins Heilige Land versammelt hatte, von seinem Vater, Barbarossa, die Reichsinsignien, um während dessen Abwesenheit in Vertretung die Regentschaft zu übernehmen.

Das war, ganz sicher unbewusst, eine kluge Entscheidung des Vaters. Denn Heinrich sah seinen Vater (und auch nicht den Bruder, der zuerst Konrad hieß, dann aber als Friedrich V. Herzog von Schwaben wurde) nicht wieder.

Der alte Herr ertrank im Sommer 1190 während des Kreuzzuges beim Baden im Fluss Saleph (-> heute „Göksu/Südtürkei). Herzog Friedrich V. von Schwaben verstarb – wahrscheinlich – an den Folgen einer Seuche. 

Was bleibt?

Nun, Heinrich (VI.) trat daraufhin sozusagen – plötzlich und unvorhergesehen – 1190/91 mit fünfundzwanzig Jahren die Nachfolge seines Vaters, Barbarossa, an.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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