Worauf ist der Begriff „Pfaffenkönig“ zurückzuführen?

Den Zusatz „Pfaffenkönig“ erhielten sowohl Lothar III. von Süpplinburg, als auch der erste Stauferkönig Konrad III., weil beide in weiten Kreisen des Reiches als Marionetten der Kirche wahrgenommen wurden.

Im Falle Lothars III. von Süpplinburg war es der Erzbischof von Mainz (-> Adalbert I. von Saarbrücken), der sich bei der Königswahl 1125 vehement für seinen Kandidaten aussprach; in der Causa Konrads III. – 1138 in Koblenz – stand der Trierer Erzbischof (-> Elbero von Montreuil) standfest hinter seinem Protegé.

Aber dummerweise hatten sich die Kirchenfürsten in ihren Absichten, die jeweils mit ihrer berechnenden Unterstützung Gewählten lediglich als Platzhalter zu betrachten und deren vermeintliche Schwäche für ihre Zwecke auszunutzen, geirrt.

Lothar III. blieb gute zwölf Jahre im Amt, drei davon sogar als Kaiser, und Konrad III. regierte und agierte immerhin vierzehn Jahre als König – der Kaisertitel blieb ihm allerdings, wegen seines unvorhergesehenen Todes 1152, versagt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

 

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