Wer waren die Götter der Germanen?

Die prominentesten – und bekanntesten – der germanischen Götter waren Wodan/Wotan (oder auch Odin) aus dem Göttergeschlecht der Asen, Donar/Thor und ein gewisser Zio/Zin (oder Tyr).

Wotan galt als höchster Gott und kümmerte sich um Krieg, Magie und Dichtung, Donar war – ausgestattet mit einem überdimensionierten Hammer – für den Himmel und den mit seinem Streitwagen verursachten Donner verantwortlich, und Zio/Tyr ebenfalls für Krieg und – wie passend – für die Gerechtigkeit.

Neben einer ganzen Reihe weiterer Götter und Göttinnen (u.a. Njörd, Fry/Fro oder Freya, Frigg/Fricka) für so gut für alle Bereiche und Belange des Lebens, wären an dieser Stelle der – zugegebenermaßen – relativ kurzen Zusammenfassung der weitläufigen germanischen Götterwelt/Mythologie noch der listige Loki, der freundliche Balder sowie die auch in Richard Wagners „Der Ring der Nibelungen“ vorkommenden Walküren zu nennen.

Loki

Loki war, wohlwollend ausgedrückt, ein Hallodri. Im mythologischen Miteinander der Götter wurde er allerdings als Gauner, Unruhestifter und Intrigant gesehen. Als seine vielfachen Missetaten überhand nahmen, konnte Loki nicht mehr länger geduldet werden. Obwohl von den Göttern weggesperrt, wandte er sich in einem letzten Aufbäumen trotzdem noch einmal gegen die Götter, und führte in der damit einhergehenden Schlacht den Weltuntergang („Ragnarök“) herbei. Schließlich fand Loki sein bitteres Ende durch das Schwert Heimdalls, des Hüters der Götter und der Menschheit.

Balder/Baldur

Balder, Sohn Wotans/Odins und dessen Gattin Frigg/Fricka sowie der Gott der Gerechtigkeit, litt – so die Legende – in jungen Jahren unter schrecklichen Alpträumen, die letztlich aber dank der Initiative seiner Mutter behoben werden konnten. Das gefiel nun wieder dem windigen Loki nicht. Keine Mühen und Kosten scheuend, ließ er Balder durch Hödr/Hödur, den blinden Bruder Balders, töten.

Walküren

Den in Gestalt jungfräulicher Kriegerinnen agierenden Naturgeistern, Walküren genannt, oblag die ehrenhafte Aufgabe, die mutigsten und tapfersten, aber letztlich doch gefallenen Krieger nach Walhall/Walhalla (Wohnsitz und Aufenthaltsort Wotans/Odins) zu bringen. Das wiederum war eine vortreffliche Einrichtung, denn in Walhall wurde Leib und Leben der Gefallenen wieder hergestellt – offenbar also wieder tauglich gemacht für die nächste Schlacht …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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