Woran glaubten die Germanen?

Archäologischen, literarischen und linguistischen Quellen zur Folge glaubten die Germanen, unter anderem, an ein gut funktionierendes Familien- bzw. Sippenmiteinander, Pflichterfüllung, an ein ehrenvolles Dahinscheiden (möglichst im Kampf und als Held), Ehre, an ein Leben nach dem Tod, Schicksal, Weissagungen und die Natur. Der Wald, zum Beispiel, war ihnen heilig.

 

Die Germanen pflegten einen Toten- und Opferkult (Tiere, Speisen, wertvolle Gebrauchsgegenstände), hatten ein Faible für Okkultes und Mystisches (Geister, Magie) und huldigten der so genannten „Vielgötterei“ („Polytheismus“).

Allerdings sind die tatsächlichen Glaubensvorstellungen der Germanen nur sehr schwer auf einen Nenner zu bringen, werden doch – schon allein aufgrund der regionalen Weitläufigkeit der beachtlichen Anzahl verschiedenster Clans/Sippen und Stämme und deren unterschiedlicher Kultur – in sich abweichende Glaubensauffassungen definiert, die uns heute weitestgehend aus den in der

  • „Edda“ (Sammlung nordischer/germanischer Götter- und Heldensagen),
  • den Chroniken antiker Autoren (Tacitus),
  • der so genannten „isländischen Sagaliteratur“,
  • der „Nibelungensage“ („Nibelungenlied“)

und anderen Überlieferungen/Mythen bekannt sind.

Danach waren die prominentesten – und bekanntesten – der germanischen Götter:

  • Wodan/Wotan oder auch Odin aus dem Göttergeschlecht der Asen (verantwortlich für Krieg, Magie und Dichtung),
  • Donar/Thor (zuständig für den Himmel und den Donner) und
  • ein gewisser Zio/Zin oder Tyr, der gleichermaßen als Gott des Krieges sowie des Rechts fungierte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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