Wo lebten die Germanen?

Die Volksgruppe der in Nord- und Mitteleuropa etwa zwischen dem 6. und 4. Jahrhundert v. Chr. „aufgetauchten“ Germanen war kein einheitliches Volk nach heutiger Begrifflichkeit (Staatsvolk, Staatsgebiet, Staatsgewalt), sondern setzte sich vielmehr aus einem Konglomerat uneinheitlichster Familienclans zusammen.

Zahlreiche verschiedene Stämme

Und die in den Geschichtsbüchern nach Nord-, Ost- und Westgermanen unterschiedenen Sippen und/oder Stämme, wie zum Beispiel:

  • die des heutigen Skandinavien (Jüten),
  • die Rugier, Goten, Vandalen, Burgunder und Bastarnen aus dem Osten sowie
  • Angeln, Warnen, Sueben, Langobarden, Cherusker, Friesen oder Chatten im Westen,

wurden auch erst ab dem 1. Jahrhundert vor und dem 1. Jahrhundert n. Chr. von den antiken Autoren

  • Poseidonios (*135 v. Chr./°51 v. Chr.),
  • Julius Caesar (*100 v. Chr./°44 v. Chr.) und
  • Tacitus (*58/°120 n. Chr.)

als „Germanen“ bezeichnet.

Langer Rede, kurzer Sinn – die nahezu unübersehbare Vielzahl germanischer Stämme lässt sich geografisch im weitesten Sinne zwischen dem Rhein im Westen, der Nord- / Ostseeküste im Norden, der Donau im Süden und der Weichsel im Osten verorten.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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