Wann und mit wem ging das Sassanidenreich unter?

Nach der Ermordung Chosraus II. (im Februar 628) komplettierten noch neun weitere Könige die Sassanidendynastie. Allerdings erschöpften sich die zum Teil Kurzzeitregierenden, zu denen auch zwei Königinnen gehörten, überwiegend in gegenseitiger Zwietracht, Verrat, Mord und Totschlag.

Der Letzte in der Chronologie der sassanidischen Großkönige, Yazdegerd III. (König von 632 bis 651), bemühte sich zwar redlich, die Dynastie am Leben zu erhalten und das Reich zu alter Macht und Größe zurückzuführen, scheiterte jedoch 642 in der Schlacht von Nehawend (heute: Hamadan/Iran) an der Übermacht muslimischer Araber.

Fortan auf der Flucht und vergebens um Hilfestellung möglicher Verbündeter suchend, wurde Yazdegerd III. - angeblich, die Quellen widersprechen sich - 651 bei der antiken Oasenstadt Merw (heute: im Südosten Turkmenistans) vom dortigen Prokurator ermordet.

Aus, die Maus - das war´s dann mit den Sassaniden. Das Reich hatte aufgehört zu bestehen. Was folgte, war die schrittweise Islamisierung des Landes ...

Autor: Manfred Zorn

 

 

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