Wer waren Chosrau I. und Chosrau II.?

In den verbleibenden gut zweihundertsiebzig Jahren nach Schapur II. hatten die Herrscher des Sassanidenreiches ausgiebig damit zu tun, das Reich zusammenzuhalten.

Unermüdlich wurden, unter anderem, Kämpfe gegen das (Ost)Römische Reich geführt - mehrfach unterbrochen durch temporäre Friedenszeiten, Grenzen mussten gegen Hunnen, Ostgoten, Türken und einige andere mehr verteidigt und/oder innenpolitische Auseinandersetzungen in Schach gehalten werden.
Unter den fünfzehn auf Schapur II. folgenden Königen stechen zwei, Chosrau I. (König von 531 bis 579) und Chosrau II. (Regent von 590 bis 628), in der Betrachtung besonders hervor.

  • Chosrau I. wurde bekannt als Initiator des 532 geschlossenen so genannten „Ewigen Friedens“ mit dem oströmischen Kaiser Justinian I. (*um 482/°565) - der dann doch bald wieder gebrochen wurde, der Ausweitung des sassanidischen Einflusses unter seiner Ägide bis in die Gegend des heutigen Jemen sowie der Einrichtung eines effizient agierenden Beamtenwesens.
  • Chosrau II., zu Beginn seiner Herrschaft von Verschwörern vertrieben, aber mit byzantinischer Hilfe seitens Kaiser Maurikios (*539/°602) wieder auf den Thron gehoben, nahm nach dessen Tod die Kriegshandlungen gegen Ostrom wieder auf.
    Über Jahre mit seinen Eroberungsfeldzügen von Syrien bis Ägypten ausgesprochen erfolgreich, gelang es schließlich und endlich dem oströmischen Kaiser Herakleios (*um 575/°641) - anlässlich der Belagerung von Konstantinopel im Jahre 626 - die persischen Truppen vernichtend zu schlagen.
    Chosrau II. wurde abgesetzt, ins Gefängnis gesteckt und dort im Februar 628 ermordet.

Und nun? O.k., der Rest ist schnell erzählt - sh.: „Wann und mit wem ging das Sassanidenreich unter?"

Autor: Manfred Zorn

 

 

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