Byzanz – was ist das?

Na, klar! Eine Stadt! Und zwar eine möglicherweise in grauer Vorzeit (ggf. 600 v. Chr.) von einem gewissen König Byzas gegründete Stadt.

Ankunft am Bosporus

Dieser König soll mit seinen Leuten aus Mégara – einer der ältesten, noch heute existierenden und nahe Athen gelegenen Hafenstadt Griechenlands – an die Mündung des Bosporus gekommen sein, dort Quartier aufgeschlagen und dann peu á peu die Stadt „Byzantion“ (= „Byzanz“) gegründet und aufgebaut haben.

Wie lange König Byzas und seine Nachfahren dort gelebt und gewirkt haben, darüber ist in den zur Verfügung stehenden Veröffentlichungen nicht so recht etwas zu erfahren.

Von 330 über 1453 bis 1923

Tatsache aber scheint zu sein, dass der ursprünglich aus dem heutigen Serbien stammende römische Kaiser Konstantin der Große (*um 275/°337) etwa um 324 seinen Amtssitz nach Osten verlegte und

  • um 330 herum der Stadt „Byzantion“/„Byzanz“ seinen Namen gegeben hat,
  • von nun an nicht mehr Byzanz, sondern Konstantinopel hieß,
  • sich stetig zu einem Zentrum für Handel und Wandel entwickelte,
  • nach der Teilung des Römischen Reiches in West und Ost von 395 bis zur Eroberung durch die Osmanen (Türken) 1453 Hauptstadt des „Byzantinischen“ bzw. „Oströmischen“ Reiches wurde,
  • auch unter den osmanischen/türkischen Sultanen Hauptstadt von großer, um nicht zu sagen weltstädtischer, Geltung und Wichtigkeit blieb,
  • den Hauptstadtstatus aber dann 1923 mit der Gründung der Republik Türkei durch Mustafa Kemal Atatürk (*1881/°1938) verlor und
  • seit 1930 Istanbul heißt.

Neue Hauptstadt der Türkei, des vormaligen Osmanischen Reiches, ist seitdem Ankara.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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