Wann wurde Byzanz zu Konstantinopel?

Wie es heißt, um 330 n. Chr. Und zwar durch Konstantin dem Großen (*um 275/°337).

Einer von vieren

Der war bereits im Rahmen des 293 von Kaiser Diokletian (*um 243-°312/13) ins Leben gerufenen so genannten „Vier-Kaiser-Systems“ („römische Tetrarchie“) 306 zu einem dieser vier römischen Kaiser ernannt worden.

Auf dem Weg nach oben

Im Laufe der darauf folgenden Jahre festigte Konstantin seine Machtstellung,

  • schaltete peu á peu (wie zum Beispiel 312 mit der Schlacht an der Milvischen Brücke in Rom) seine „innerparteilichen“ Rivalen aus,
  • schlug den letzten seiner maßgeblichen Gegner, Licinianus Licinius (*um265/°324), 324 in der Schlacht bei Chrysopolis (heute: Stadtteil Üsküdar/Istanbul) –

und war nunmehr Alleinherrscher sowohl über den westlichen, als auch über den östlichen Teil des Römischen Reiches.

Byzanz, Nova Roma und Konstantinopel

Schnell erkannte Konstantin die hervorragende strategische Lage der Stadt Byzanz zwischen Europa und Asien,

  • veranlasste daher spontan eine umfangreiche und teure Neugestaltung des von ihm geplanten „Neu-Rom“ (lat.: „Nova Roma“),
  • nahm einige Jahre später, 330, teil an einer feierlichen und prunkvollen Einweihungszeremonie,
  • gab der Stadt seinen Namen, nämlich: (griech.) „Constantinoupolis“/„Stadt des Konstantin“ sprich: Konstantinopel und legte – im weitesten Sinne (es gab auch lange Zeit nach Konstantins Tod im Jahr 337 noch viel am Um- und Aufbau zu tun) –

den Grundstein zum Aufstieg der Stadt zu einer immerhin über 1000 Jahre existierenden glanzvollen Metropole im Ostteil des gegen Ende des 5. Jahrhunderts im Westen untergegangenen Römischen Reiches.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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