Wer war Caligula – und woher kommt der Name?

Caligula (*12/°41 n. Chr.), der eigentlich Gaius Iulius Caesar hieß, war der Sohn des durch seine erfolgreichen Feldzüge in Germanien bekannt gewordenen Germanicus (*15 v. Chr./°19 n. Chr.).

Verwandtschaftlich verbunden mit den Kaisern Augustus (Urenkel) und Tiberius (Großneffe) avancierte Caligula dritten Herrscher aus der „julisch-claudischen-Dynastie“.

In einschlägigen Geschichtsbüchern nachzulesen ist, dass dem kleinen Gaius Iulius Caesar der Name „Caligula“ von einigen  Haudegen aus seines Vaters Truppe „angeheftet“ wurde.

Demnach scheinen die Männer ein Faible für den Knirps, der seinen Vater oft auf dessen Feldzügen begleitet haben soll, gehabt zu haben.

Denn, wie es heißt, fertigten sie ihm – sofern es sich so zugetragen hat – in freundlicher Zuwendung kleine Marschstiefel („caligae“) an. Aus dem singulären „caliga“ wurde dann der Spitzname „Caligula“/„(Soldaten-)Stiefelchen“.

Ein Name, der an Gaius kleben blieb, wie Insekten am Fliegenfänger.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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