Was bedeutet der Begriff „Adoptivkaiser“?

Mit dem Begriff „Adoptivkaiser“ werden die römischen Kaiser Trajan (*53/°117), Hadrian (*76/°138), Antoninus Pius (*86/°161), Mark Aurel (*121/°180) und Lucius Verus (*130/°161) bezeichnet.

Adoption im Allgemeinen und im Besonderen

Obwohl bereits der eine oder andere Kaiser der „julisch-claudischen-Dynastie“, zum Beispiel:

  • Augustus; *63 v. Chr./°14 n. Chr. und
  • Claudius; *10 v. Chr./°54 n. Chr.

vom Instrument der Adoption Gebrauch gemacht hatte, begann mit der Adoption Trajans durch

  • Marcus Cocceius Nerva (*30/°98)

die – historisch als so genanntes „Adoptivkaisertum“ bezeichnete – „Ära der fünf guten Kaiser“.

Diese Ära dauerte etwa von 98 bis 180 n. Chr.

Grund dieser Adoptionspraxis waren sowohl fehlender eigener Nachwuchs als auch der angestrebte Machterhalt im Sinne der Sippe über den Tod der Potentaten hinaus.

PS

Über die Anzahl der „Adoptivkaiser“ gibt es in den einschlägigen Darstellungen unterschiedliche Aussagen.

Manchmal heißt es, es wären lediglich die oben genannten fünf Kaiser gewesen; an anderer Stelle ist zu erfahren, es hätte sich um sechs dieser Adoptivkaiser gehandelt. Im letzteren Fall wird dann auch Marcus Cocceius Nerva in die kaiserliche Adoptivrunde aufgenommen.

Wieder anderswo steht zu lesen, dass auch der Sohn Mark Aurels – ein gewisser Commodus – dazugezählt wird. Nun denn ...

Autor: Manfred Zorn

 

 

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