Wer war Antoninus Pius?

Antoninus Pius (*86/°161) gehörte als dritter, wie vor ihm Trajan (*53/°117) und Hadrian (*76/°138) sowie nach ihm Mark Aurel (*121/°180) und Lucius Verus (*130/°169), ebenfalls in den Reigen der "fünf" so genannten „Adoptivkaiser“.

Fünf oder sechs? Adoptivkaiser

Hin und wieder wird auch Marcus Cocceius Nerva (*30/°98) zu den „guten“ Adoptivkaisern gezählt, dann wären es in der Summe sechs dieser allgemein als "gut" bezeichneten Kaiser gewesen.

Handeln und Wirken

Egal! Jedenfalls führte Antoninus Pius, von Kaiser Hadrian per Adoption zum kaiserlichen Nachfolger erkoren, im Wesentlichen die Politik seines Vorgängers fort.

Ebenso wie Hadrian, trat auch er für eine

  • ausgewogene Friedens- und Sicherheitspolitik ein,
  • bemühte sich um eine Entschärfung der Spannungen mit den Parthern,
  • veranlasste den Bau des nach ihm benannten „Antoninuswalls“ – einer Weiterführung des Limes im Norden Britanniens –
  • kümmerte sich gleichfalls um den Ausbau und die Verstärkung des Limes (unter anderem am Rhein und an der Donau),
  • ließ an den für die Sicherung des Reiches relevanten Außengrenzen weitere Befestigungen bauen sowie vorhandene Kastelle restaurieren und betrieb
  • nach Innen eine ständig das Gemeinwohl des Volkes im Auge behaltene Politik.

Fazit

Antoninus Pius trug, man kann es vermutlich so sagen, im Laufe seiner immerhin dreiundzwanzig Jahre währenden Regierungszeit nicht unerheblich zu einer der längsten Friedensphasen des Reiches bei.

Tod und Nachfolge

Antoninus verstarb im Frühjahr 161 in Lanuvium (heute: Lanuvio) nahe Rom. Er wurde in der Engelsburg/Rom bestattet.

Bereits zum Zeitpunkt, als Antoninus von seinem Vorgänger adoptiert wurde, hatte der vorausschauende Hadrian die Nachfolge des Nachfolgers verbindlich festgelegt: Mark Aurel (*121/°180) und Lucius Verus (*130/°169). Letztlich wurde der Ältere – sozusagen – zum "Seniorpartner" seines jüngeren Mitkaisers.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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