Was ist unter dem Begriff Römische Republik zu verstehen?

Unter dem Begriff Römische Republik („res publica“/“öffentliche Sache“)  ist – in der historisch üblichen Einteilung der römischen Geschichte – die Zeitspanne ab des Wechsels gegen Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. von der Monarchie (der so genannten „altrömischen Königszeit“) bis zum Beginn der römischen Kaiserzeit (27 v. Chr.) zu verstehen.

Als Grund für den Übergang in eine andere Regierungsform war, so ist anzunehmen, die allgemeine Unzufriedenheit der römischen Bürger mit ihren Herrschern.

Einer muss den Kopf hinhalten

Als sich der Sohn des letzten der drei etruskischen Könige – der Legende nach – eines ungehörigen sexuellen Vergehens schuldig gemacht hatte und die Tat durch den Freitod des Opfers ruchbar wurde, musste der Vater, Lucius Tarquinius Superbus, den Kopf für dessen Missetat hinhalten. Die allgemeine Empörung war groß. Superbus wurde (wahrscheinlich) 510/509 v. Chr. aus dem Amt gejagt und in die Verbannung geschickt.

Auf zu neuen Ufern

Statt nun weiterhin auf monarchische Staatsstrukturen zu setzen, entschieden sich die Römer für die Wende. Also, fort mit der Monarchie, hin zur Staatsform der Republik – bei der die Regierenden für eine bestimmte Zeit vom Volk oder von Repräsentanten des Volkes gewählt werden …

Apropos

Das Kennzeichen oder Symbol der Römischen Republik bestand aus den Buchstaben S. P. Q. R. und stand für „Senatus Populusque Romanus“/“Senat und Volk Roms“.

PS

Die Geschichte des Römischen Reiches wird historisch in der Regel in die vier Zeitabschnitte:

  • Römische Königszeit (753-510/509 v. Chr.),
  • Römische Republik (510/509-27 v. Chr.),
  • Römische Kaiserzeit (Prinzipat; 27 v. Chr. bis etwa 285 n. Chr.) und
  • Spätantike (Ende 3. Jahrhundert bis zur Auflösung des Weströmischen Reiches 476)

eingeteilt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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