Wie oft und mit wem war Julius Caesar verheiratet?

Julius Caesar (*100/°44 v. Chr.) war dreimal verheiratet, gleichzeitig aber auch bekannt für seine zahlreichen Amouren. Ein Kostverächter soll er nicht gewesen sein.

Jung gefreit ...

Etwa um 85/84/83, da war Caesar (je nach Quellenlage) entweder fünfzehn, sechzehn oder siebzehn Jahre alt, heiratete er Cornelia, die Tochter des Konsuls Cinna (*130/°84 v. Chr.).

Caesar setzt sich durch

Die Wahl seiner (sehr) jungen Gattin missfiel allerdings dem gerade seine Macht etablierenden römischen Feldherrn, Konsul und Diktator Lucius Cornelius Sulla Felix (*um 138/°78 v. Chr.) aufs Heftigste, da er sich mit Caesars Schwiegervater im politischen Interessenkonflikt befand.

Aber die von Sulla daraufhin verlangte Trennung des Paares blieb ergebnislos. Caesar weigerte sich, hielt an Cornelia fest, musste aber – im Zuge der von Sulla erlassenen „Proskriptionen“ („Ächtung unliebsamer Personen“) – aus Rom fliehen.

Cornelia verstarb 69 v. Chr. Die gemeinsame Tochter Julia, später mit Gnaeus Pompeius Magnus (*106/°48 V. Chr.) verheiratet, verstarb 54 v. Chr.

Nur nicht den guten Ruf beschädigen

Zwei Jahre nach dem Tod Cornelias, heiratete Caesar (etwa um 67 v. Chr., inzwischen Quästor und damit zuständig für das Finanzressort) zum zweiten Mal. Die Auserwählte hieß Pompeia und war – da schau her – die Enkelin des 78 v. Chr. verstorbenen Diktators Sulla.

Die Ehe hielt etwa fünf Jahre und wurde dann aus Gründen der Aufrechterhaltung des guten Ansehens Caesars – er bekleidete zum Zeitpunkt des als „Bona-Dea-Skandal“ beschriebenen Spektakels das Amt des „Pontifex Maximus“ (was dem „Chef“ des Kollegiums der „potifices“ entsprach) – geschieden.

Im Klartext

Bei dem o. gen. Skandal soll es um das außereheliche Verhältnis Pompeias mit einem gewissen Publius Clodius gegangen sein. Ruchbar wurde die Lovestory anlässlich eines Festes zu Ehren der Göttin Bona Dea. Obwohl nämlich zu diesem Fest ausschließlich nur Frauen zugelassen waren, hatte sich – der Fama zur Folge – besagter Clodius an den Ort der Handlung begeben, wurde dummerweise entdeckt, die Liaison somit öffentlich und die Ehe aufgelöst.
Nun denn!

Die Fernbeziehung

Über Caesars dritte Ehe mit Calpurnia, Tochter eines römischen Senators, ist aus den Annalen nicht allzu viel zu erfahren. Möglicherweise deswegen nicht, weil Caesar sich überwiegend in Gallien (und später in Ägypten) aufgehalten hat? Man weiß es nicht.

Allerdings, so heißt es, soll sie Caesars Tod/Ermordung vorhergesehen haben. Hat nichts genutzt. Im März 44 v. Chr. wurde er – unter anderen – von Marcus Iunius Brutus (*85/°42 v. Chr.), der einer Gruppe Ränke schmiedender Senatoren angehörte, im Rahmen einer Senatssitzung erdolcht.

Ach, ja – da war doch noch was!

Richtig, Caesars Téte-á-téte mit Kleopatra VII. (*69/°30 v. Chr.), der letzten Königin des ägyptischen Ptolemäerreiches.

Ok – das soll’s wohl wirklich gegeben haben. Aber, um hier nicht `zig Abhandlungen, Romane, Dramen und anderes mehr zu bemühen, ist an dieser Stelle der Film (DVD) „Caesar und Cleopatra“ zu empfehlen. Der ist zwar von 1945, der Regisseur Gabriel Pascal sowie die Protagonisten Claude Rains und Vivien Leigh einem breiten Publikum vermutlich kaum noch bekannt, ist aber trotzdem sehenswert und durchaus unterhaltend …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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