Wann, wie und warum entstanden die Vereinigten Staaten von Amerika?

Die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika hat ihren Ursprung in der am 4. Juli 1776 verabschiedeten Unabhängigkeitserklärung. Das ist das Datum, an dem sich dreizehn nordamerikanische Kolonien für die Trennung vom englischen Mutterland aussprachen.

Der Auslöser

Vorrangig ging es dabei um die von Britannien beanspruchte, aber von den Kolonisten nicht mehr hinzunehmen wollende Vormachtstellung des Mutterlandes – und natürlich um Geld.

Als England nämlich eine Beteiligung seiner Kolonien an den durch den britisch-französischen Kolonialkrieg (1754-1763) entstandenen Kosten einforderte sowie verschärfte Handels- und Zollgesetze durchsetzen wollte, brachte die im Dezember 1773 von empörten Kolonisten spontan arrangierte so genannte „Boston Tea Party“ (Versenkung einer Teeladung der East India Company) den Stein endgültig ins Rollen.

„Erster Kontinental Kongress“ (1774)

Aufgrund der darauf folgenden weiteren Repressalien seitens des Kolonialherrn Britannien, trafen sich Vertreter der dreizehn Kolonien:

  • New-Hampshire,
  • Massachusetts-Bay,
  • Rhode-Island an Providence Plantations,
  • Connecticut,
  • New-York,
  • New-Jersey,
  • Pennsylvania,
  • Delaware,
  • Maryland,
  • Virginia,
  • North-Carolina,
  • South-Carolina und
  • Georgia

1774 auf dem „Ersten Kontinental Kongress“ in Philadelphia, machten ihrem Unmut Luft und bestellten George Washington (*1732/°1799) zum obersten Militärführer ihrer Armee.

Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung (1776)

Obwohl die ein Jahr später (1775) begonnenen militärischen Auseinandersetzungen zwischen England und den Abtrünnigen noch bis 1783 andauern sollten („Nordamerikanischer Unabhängigkeitskrieg“), proklamierten sechsundfünfzig Delegierte der genannten dreizehn britischen Kolonien – auf Basis des weitestgehend auf Thomas Jefferson (*1743/°1826) zurückzuführenden Textes der Unabhängigkeitserklärung – am 4. Juli 1776, ebenfalls in Philadelphia/Pennsylvania, ihre definitive Loslösung von der englischen Krone.

Militärisch fiel die Entscheidung 1781 in der Schlacht bei Yorktown/Virginia, die von der amerikanischen Kolonialarmee unter ihrem Oberbefehlshaber George Washington – auch mit Unterstützung französischer Verbündeter – gewonnen wurde.

Friedensverhandlung und Unterzeichnung der Verfassung (1787)

Die daraufhin in den Friedensverhandlungen (1782/83) in Paris erwirkte Anerkennung der amerikanischen Kolonien als unabhängige Staaten wurde bereits früh vom englischen König Georg III. sanktioniert, um dann schließlich im September 1783 im „Frieden von Paris“ von den Beteiligten abschließend unterzeichnet zu werden.

Fünf Jahre später, 1787, wurde die Verfassung

  • von neununddreißig der so genannten Gründerväter ratifiziert,
  • die USA wurden zum Bundesstaat (föderale Republik) und
  • George Washington wurde erster Präsident (von 1789 bis 1797) der frühen Vereinigten Staaten von Amerika.

Und – nach einer darauf folgenden vierjährigen Präsidentschaft John Adams´, eines weiteren Gründervaters, trat Thomas Jefferson 1801 (bis 1809) das Amt als dritter Präsident der USA an.

PS

Heute gilt der 4. Juli in den USA als Nationalfeiertag („Unabhängigkeitstag“/„Independence Day“).

Autor: Manfred Zorn
Quelle: "Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika" – (Udo Sautter/Alfred Kröner Verlag)

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige