Was geschah nach dem Tod Heinrichs VII. von Luxemburg?

Na ja, wie schon in den mittelalterlichen Jahrhunderten zuvor, also eigentlich wie immer, war die politische Lage nach dem Tod des Luxemburger Kaisers Heinrich VII. wieder einmal ausgesprochen verworren.

Um die Nachfolge Heinrichs stritten jetzt der Habsburger Friedrich der Schöne, der Wittelsbacher Ludwig IV. und Johann, der Blinde, von Böhmen.

Nach  längerem Hin- und Her der Kurfürsten, wurde Johann schnell als zu leicht befunden, und stattdessen im Oktober 1314 in Frankfurt (Main) sowohl Ludwig IV., als auch Friedrich der Schöne zum König proklamiert. Und, um der Satire noch eins drauf zu setzen, wurden Friedrich vom  Erzbischof von Köln und Ludwig vom Erzbischof von Mainz an jeweils unterschiedlichen Orten gesalbt. Ein Doppelkönigtum war geboren.  

Was darauf folgte, war ein achtjähriger, bürgerkriegsähnlicher und kostenaufwendiger Zustand im Reich.

 

Daten

  • Heinrich VII. von Luxemburg, *etwa 1278/°1313, ab 1308 römisch-deutscher König, ab 1312 römisch-deutscher Kaiser,
  • Johann von Luxemburg, der Blinde (-> so genannt wg. Verlustes des Augenlichts 1337/1340, ggf. auf Grund einer Erbkrankheit!?), *1296/°1346; von 1310 bis 1346 König von Böhmen, Vater Karls IV. (*1316/°1378), 
  • Herzog Ludwig IV. der Bayer (*um 1281/°1347), aus dem Haus der Wittelsbacher, 1314 römisch-deutscher Gegenkönig, ab 1322 Alleinherrscher,
  • Friedrich der Schöne (*1289/°1330), Habsburger, ab 1314 römisch-deutscher Gegenkönig

Autor: Manfred Zorn

 

 

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