Wie kam Heinrich VII. von Luxemburg zum Königreich Böhmen?

Für König Heinrich VII. (*etwa 1278/°1313) begann das Königssein ab 1308 richtig günstig. Und das kam so:

Seit zwei Jahren stritten die böhmischen Adeligen um die Nachfolge König Wenzels III. (*1289/°1306). Der war zwei Jahre zuvor, 1306, ermordet worden, und hatte dummerweise keinen Nachfolger hinterlassen. Des ewigen Streites müde, wandte sich schließlich eine der rivalisierenden Familien an Heinrich, um ihm den Thron Böhmens anzubieten.

Heinrich witterte Morgenluft, nahm das Angebot unverzüglich an, übergab das Zepter seinem Sohn Johann „dem Blinden“ und konnte nun auf der Basis des Reichtums Böhmens, seine notorisch knapp ausgestattete Kasse aufs Wunderbarste aufbessern.

 

Anmerkung

Johann von Luxemburg, der Blinde (-> so genannt wg. Verlustes des Augenlichts 1337/1340, ggf. auf Grund einer Erbkrankheit!?), *1296/°1346; von 1310 bis 1346 König von Böhmen, Vater Karls IV. (*1316/°1378)

Autor: Manfred Zorn

 

 

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