Was ist unter „Dorfform“, „Mark“ und „Dreifelderwirtschaft“ zu verstehen?

Die sich im Laufe des Mittelalters entwickelnden Dorfformen waren zum Beispiel das:

  • Haufendorf -> unregelmäßig um einen zentralen Platz angeordnete Höfe,
  • Reihendorf -> an einem langgestreckten, landschaftlich vorgegebenen Objekt (Fluss, Weg, Deich, etc.) angesiedelte Höfe in einer Reihe nebeneinander,
  • Straßendorf -> beidseitig einer Straße oder eines Weges angeordnete, mehr oder weniger dicht nebeneinander stehende Häuser bzw. Höfe,
  • Angerdorf -> Dörfer mit einem freien, oft langgestreckten, Grasplatz (manchmal auch mit einem Teich),
  • Rundlingsdorf -> ländliche, aus wenigen Höfen bestehende Siedlung (sozusagen ein Mittelding zwischen Dorf und Einzelgehöft), deren Häuser um einen runden Platz gebaut sind,
  • Mark -> Grenze; das seiner Zeit durch Steine, Pfähle oder ähnliches gekennzeichnete Wirtschaftsgebiet einer Siedlung,

Mit Dreifelderwirtschaft wird ein etwa zwischen dem 8. und frühen zwölften Jahrhundert entwickeltes System einer für die Zeit verbesserten Nutzung der Anbauflächen bezeichnet, die jeweils dreigeteilt entweder wechselseitig (-> Sommerfrucht -> Winterfrucht) beackert wurden, oder zwischendurch brach liegen blieben (-> Brache). 

Autor: Manfred Zorn

 

 

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