Wie sahen sie aus – die dörflichen Siedlungsformen des Mittelalters?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die sich aus Einzelhöfen und kleineren Siedlungen nach der Völkerwanderung entwickelnden Dörfer vorzugsweise dort entstanden, wo es Wasser – Bäche, Flüsse, Seen, Quellen – gab.

Die durchschnittliche Einwohnerzahl lag bei etwa siebzig bis einhundert Menschen, die sich in ungefähr zehn bis 15 einzelnen Hofstätten/Höfen (-> Ställe, Scheune, Wohnhaus, Garten) zur Dorfgemeinschaft zusammenschlossen.

Die Form eines Dorfes wurde/wird unterschieden nach Reihen-, Haufen-, Straßen-, Anger- oder Rundlingsdorf. In der Regel gab es in jedem Dorf einen zentralen Platz mit Kirche, Friedhof und gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen, wie zum Beispiel Mühle, Backhaus, Schmiede oder ähnlichem mehr.

Um das Dorf herum erstreckte sich das in „Marken“ eingeteilte Ackerland, Wiesen und – natürlich – Wald, viel Wald.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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