Welche Aufgaben hatten die Bauern im Mittelalter?

Die Bauern des Mittelalters gehörten zum unterprivilegierten dritten Stand, der zusätzlich  noch zu unterscheiden war in freie (-> Eigentümer des von ihnen bewirtschafteten Grund und Bodens), halbfreie (-> persönlich zwar frei, aber zur Zahlung von Abgaben an den Grundherrn verpflichtet) und unfreie (-> ganz „arme Schweine“; lediglich Pächter ihrer Ackerfläche, aber zusätzlich zur Grundabgabe, auch noch zu einer Art Kopfprämie für sich und jeden auf dem Grund lebenden Mitstreiter verdonnert) Mitglieder dieses sogenannten dritten Standes.

Obwohl am unteren Rand der Gesellschaftsskala stehend, teils sogar wenig geschätzt und von der Eintönigkeit des Alltags geprägt, machten die Bauern durch ihr tägliches Schuften letztlich Adel und Klerus reich, und stellten gleichermaßen die Versorgung der Bevölkerung sicher.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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