Definitionen des Mittelalters

Von wann bis wann war das Mittelalter? Und wie wird es weiter unterteilt? Darum geht es in diesem Kapitel.

Was ist gemeint, wenn vom „Mittelalter“ die Rede ist?

Beginn und Ende der „Mittelalter“ genannten Geschichtsepoche lassen sich nicht eindeutig bestimmen. Beides ist eher fließend – je nachdem wer in seiner Betrachtung wann und wo den Fixpunkt setzt.

Weiterlesen: Was ist gemeint, wenn vom „Mittelalter“ die Rede ist?

   

Warum wird das Mittelalter oft mit dem Begriff „dunkles Zeitalter“ bezeichnet?

Vielleicht deswegen, weil dabei überwiegend an Räuber, Wegelagerer, Ritter, Minnesänger, Kriege, die Pest, Hungersnöte sowie an ungehobelte, bildungsferne Menschen gedacht wird?

Weiterlesen: Warum wird das Mittelalter oft mit dem Begriff „dunkles Zeitalter“ bezeichnet?

   

Was ist unter dem Begriff „Frühmittelalter“ zu verstehen?

Im Laufe des 6. Jahrhunderts verlor das sogenannte „Antike Rom“ zunehmend an Stärke und Einfluss. Germanische Völker, zum Beispiel die Franken, Sachsen und Langobarden, hatten sich im Süden und Westen des „Römischen Reiches“ niedergelassen, etablierten ihre eigenen Sitten und Bräuche, gründeten neue Königreiche, assimilierten die römischen Bürger und christianisierten die von ihnen unterworfenen Völker.

Weiterlesen: Was ist unter dem Begriff „Frühmittelalter“ zu verstehen?

   

Hochmittelalter – was ist das?

Die Epoche des Hochmittelalters – etwa von Mitte des 11. Jahrhunderts bis Mitte/Ende des 13. Jahrhunderts – war geprägt durch Bevölkerungswachstum und Stadtentwicklung. Faktoren, die eine Reihe gesellschaftlicher Veränderungen nach sich zogen. Neue Siedlungen und landwirtschaftliche Nutzflächen mussten erschlossen, Produktionsmethoden angepasst werden.

Weiterlesen: Hochmittelalter – was ist das?

   

Was und welche Zeit umfasst der Begriff „Spätmittelalter“?

Der Begriff „Spätmittelalter“ bezeichnet die Zeit ab etwa Mitte/Ende des 13. Jahrhunderts bis ungefähr zum Ende des 15. Jahrhunderts. Vielleicht auch etwas früher, so ganz genau lässt es sich nicht festmachen. Wie auch immer – in diese circa 200 bis 250 Jahre fallen so elementare Ereignisse und/oder Entwicklungen wie Hungersnöte, die Pest, Entvölkerung, der langsame aber stetige Niedergang Ostroms (-> Byzanz) und des Rittertums sowie der 100-jährige Krieg (1337-1453) zwischen Frankreich und England.

Weiterlesen: Was und welche Zeit umfasst der Begriff „Spätmittelalter“?

   

Wann war das Mittelalter eigentlich zu Ende?

Schwer zu sagen. Nach allem, was darüber zu erfahren ist, soll das irgendwann im Laufe des ausgehenden 15. und/oder frühen 16. Jahrhunderts der Fall gewesen sein. Aber so, wie auch der Übergang von der Antike zum Mittelalter (-> lat.: „medium aevum“) nicht eindeutig zu bestimmen ist, kann der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit ebenfalls nur vage bestimmt werden. Sprich: Beide Übergänge verlaufen schlicht und einfach fließend, und die landläufig angenommene Zeitspanne des Mittelalters von 500 bis 1500 dient lediglich einer einigermaßen befriedigenden Orientierung.

Weiterlesen: Wann war das Mittelalter eigentlich zu Ende?

   

Konnte im Mittelalter eigentlich jedermann König oder Kaiser werden?

Nein, das wäre nicht vorstellbar gewesen. Während nach dem Grundgesetz (Art. 54,1) der Bundesrepublik (theoretisch) jeder, der das Wahlrecht zum Bundestag besitzt und das 40. Lebensjahr vollendet hat, Bundespräsident werden kann, war das für das König- und Kaiserwerden im Mittelalter alles um ein Vielfaches aufwendiger. Um überhaupt als König und/oder Kaiser an die Spitze des Reiches zu kommen, bedurfte es einiger elementarer Voraussetzungen, die mit heutigen Gepflogenheiten so gut wie nichts, oder doch nur marginal, zu tun haben.

Weiterlesen: Konnte im Mittelalter eigentlich jedermann König oder Kaiser werden?

   

Welchen Einfluss hatte die Kirche im Mittelalter auf Staat und Gesellschaft?

Voraus geschickt

Die Menschen des Mittelalters lebten, an heutigen Maßstäben gemessen, in einer überschaubaren Gesellschaft, die im Wesentlichen vom Adel, der Kirche und dem Bauernstand geprägt war. Die Regeln, die das persönliche und öffentliche Verhalten des jeweiligen Standesangehörigen festschrieben, schienen unabänderlich, Individualität des Einzelnen zweitrangig zu sein. Den berechtigten Ängsten vor Hungersnöten, Seuchen und/oder anderen Misslichkeiten des ohnehin beschwerlichen Alltags, begegneten die Menschen mit einer tiefen Religiosität.

Weiterlesen: Welchen Einfluss hatte die Kirche im Mittelalter auf Staat und Gesellschaft?

   

Was ist eigentlich unter den Begriffen: „Deutsches Reich“, „Heiliges Römisches Reich (Deutscher Nation)“, „Zweites-“ und „Drittes Reich“ zu verstehen?

Das ist eine längere, über Jahrhunderte dauernde, Geschichte.

Weiterlesen: Was ist eigentlich unter den Begriffen: „Deutsches Reich“, „Heiliges Römisches Reich (Deutscher Nation)“, „Zweites-“ und „Drittes Reich“ zu verstehen?

   
Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige