Reisen, Herbergen und Badehäuser

Wie reiste man im Mittelalter? Und wo übernachtete man? Und gab es damals schon Bordelle? Mehr zu diesen Themen in diesem Kapitel.

War das Mittelalter „mobil“?

Oh, ja! Das Mittelalter war durchaus eine Zeit des Reisens. Allerdings weniger des Vergnügens wegen, sondern mehr oder weniger „zweckgebunden“. So waren zum Beispiel die mittelalterlichen Herrscher unablässig unterwegs. Einen festen „Wohnsitz“, einen Ort also, von dem aus sie regierten, gab es (noch) nicht.

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Woher stammen eigentlich die Begriffe "Pilgern" und "Pilgerfahrten"?

Der Begriff „Pilgern“ ist zurückzuführen auf das lateinische Wort „peregrinatio“ (-> „Leben in der Fremde“) oder auch auf die Wortkombination „peregrinatio relegiosa“ (-> „in missionarischer Absicht unterwegs sein“). Damit begonnen haben zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert die irisch-schottischen Mönche.

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Wer waren Patrick von Irland, Kolumban der Jüngere und Gallus?

Der heilige Patrick von Irland (*etwa 385/°461) stammte wahrscheinlich (so genau ist das nicht mehr festzustellen) aus Wales, gilt als „Christianisierer“ der Iren und wird von diesen noch heute mit dem „St. Patricks Day“ – am 17. März – geehrt und gefeiert.

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„Fahrende Scholaren“ – was waren das für Typen?

Die Studenten (-> „Scholaren“) des Mittelalters rekrutierten sich überwiegend aus Söhnen des Adels. Entsprechend blasiert, hochfahrend, aufsässig und ungehorsam traten sie auf.

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Wie und wo lebten die Scholaren?

Studenten (und Lehrer) des Mittelalters lebten nach strengen Regeln. Sofern nicht die Möglichkeit privater Unterbringung (bei Eltern, nahen Verwandten) gegeben war, lebten sie in sogenannten „Bursen“ (-> ursprünglich lat.: „Bursa“ -> „Beutel, Börse“ -> später synonym für „Gemeinschaftskasse“. Heute würde man „Studentenwohnheim“ dazu sagen).

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Wie „vergnügten“ sich die Scholaren?

Na ja, etwas pubertär, könnte man sagen. Studenten begannen das Studium häufig schon mit vierzehn Jahren. Also war „Rabatz machen“ das Stichwort. Vorzugsweise suchte sich der Adrenalinstau sein Ventil in Raufereien.

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Was bedeutete es eigentlich – Reisen im Mittelalter?

Reisen im Mittelalter war keineswegs ein angenehmer, lustiger oder gar bequemer Zeitvertreib. Meistens waren die Menschen auf Schusters Rappen unterwegs. Nur wenige – und das waren in der Regel Adelige, Ritter oder begüterte Kirchenleute – konnten auf Ochsen, Esel, Maultiere oder gar Pferde und Kutschen zurückgreifen.

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Gab es im Mittelalter so etwas wie Hotels oder Gasthäuser?

Hotels im heutigen Sinne gab es natürlich nicht. Aber es gab Wirts- und Gasthäuser, Futter- und Pferdewechselstationen sowie ein funktionierendes Karawansereiwesen.

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Woher stammt der Begriff Karawanserei – und was ist/war das?

Der Begriff Karawanserei kommt aus dem Persischen. Die ersten dieser gegen Ende des zehnten Jahrhunderts quadratisch oder rechteckig angelegten, von einer Mauer umgebenen Herbergen, werden den aus Zentralasien stammenden Seldschuken zugeschrieben.

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Herbergen und Hygiene im Mittelalter – was konnte der Reisende erwarten?

Wenig, sehr wenig. Das Hygienebewusstsein jener Zeit war nicht sehr ausgeprägt. Aber der Reisende hat wohl auch nicht viel vermisst, war der Mensch des Mittelalters doch an Gestank gewöhnt. Abfall, Trödel, Kehricht und Fäkalien fanden ihren Weg durchs Fenster auf Straßen und Wege. Entsorgung light, sozusagen.

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Wie war das eigentlich so mit der Körperpflege im Mittelalter?

Unterschiedlich, das heißt – im Wesentlichen scheint es eine Sache der wirtschaftlichen Verhältnisse gewesen zu sein.

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Sex im Mittelalter – gab es das?

Und ob! Trotz Stigmatisierung seitens der Kirche, die alles Körperliche – sofern es nicht allein der Fortpflanzung galt – aufs Schärfste als Sünde verdammte und durchaus auch mit empfindlichen Strafen belegte, lebten die Menschen – davon unbeeindruckt – ihre Sexualität aus. Ohnehin war Nacktheit eigentlich nichts Außergewöhnliches.

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Welchem Zweck dienten die mittelalterlichen Badehäuser?

Über lange Zeit waren die bereits den Römern bekannten Badestuben in Vergessenheit geraten; durch die Heimkehrer der Kreuzzüge erfuhren sie eine Renaissance. Die sich im Mittelalter etablierenden Badehäuser dienten einerseits der – im Grunde lediglich sporadisch wahrgenommenen – Körperpflege, andererseits aber auch zur Behebung möglicher medizinischer Probleme durch den Bader.

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Wie sah es aus – das Aufgabengebiet eines Baders?

Zum einen war der Bader Betreiber der Badestuben, zum anderen war er im weitesten Sinne so etwas wie heutzutage der Notfallarzt.

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Bader und Zuhälter – wie ging das zusammen?

Nun, schon immer waren/sind Menschen an einträglichen Nebenverdiensten interessiert, wenn es sich einrichten lässt. Die Badehäuser, neben Baden und beabsichtigter Pflege des Körpers oft auch Orte ausschweifenden Vergnügens, boten sich für die Betätigung als Zuhälter geradezu an.

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Unterlagen die „Frauenhäuser“ des Mittelalters bestimmten Auflagen?

Durchaus! „Frauenhäuser“ (-> Bordelle) sollten zum Beispiel keinesfalls stadtnah sowie möglichst fernab kirchlicher Einrichtungen gelegen sein (was sich allerdings nicht in jedem Fall durchsetzen ließ).

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Nutten und Huren im Mittelalter: Wie war das organisiert?

Im Grunde wie zu allen Zeiten wurde das älteste Gewerbe der Welt sowohl von der Kirche, als auch von der Gesellschaft teils scharf verurteilt, teils als „notwendiges Übel“ toleriert.

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Waren Prostituierte im Mittelalter gesellschaftlich anerkannt?

Nein, waren sie nicht! Pharisäisch und heuchlerisch wurde ihre Dienstleistung zwar bereits im Mittelalter mehr oder weniger toleriert (und ausgiebig wahrgenommen!), großartige Rechte besaßen sie dagegen nicht. Im Gegenteil!

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