Gab es im Mittelalter so etwas wie Hotels oder Gasthäuser?

Hotels im heutigen Sinne gab es natürlich nicht. Aber es gab Wirts- und Gasthäuser, Futter- und Pferdewechselstationen sowie ein funktionierendes Karawansereiwesen.

Erhob allerdings eine Herberge den Anspruch eines Gasthauses, musste es als solches durch ein entsprechendes Schild kenntlich gemacht und mindestens ein bis drei Gästebetten nachweisen können, deren Belegung in der Regel für mindestens zwei, wenn nicht sogar mehr Personen ausgelegt war. Überwiegend wurde allerdings ohnehin in Gemeinschaftsräumen genächtigt. Und das – in Ermangelung passender Nachtkleidung – in aller Regel nackt.

Alles in allem: Reisende des Mittelalters durften weder prüde sein, noch sich von Unannehmlichkeiten aller Art abschrecken lassen. So blieb dem Gast die Frage nach dem letzten Wechsel des Bettzeugs aller Wahrscheinlichkeit nach unbeantwortet.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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