Woher stammen eigentlich die Begriffe "Pilgern" und "Pilgerfahrten"?

Der Begriff „Pilgern“ ist zurückzuführen auf das lateinische Wort „peregrinatio“ (-> „Leben in der Fremde“) oder auch auf die Wortkombination „peregrinatio relegiosa“ (-> „in missionarischer Absicht unterwegs sein“). Damit begonnen haben zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert die irisch-schottischen Mönche.

Neben den Mönchen Patrick von Irland (*385/°461), Kolumban dem Jüngeren (*etwa 540/°673) und Gallus (*etwa 550/°640), gilt letztlich als bekanntester Missionar des Fränkischen Reiches der aus Exeter im Südwesten Englands stammende Bonifatius.

Im Gegensatz zu den Benediktinern, so genannt nach dem Ordensgründer „Heiliger“ Benedikt von Nursia (*etwa 480 in Umbrien/Italien; °547 im Kloster Montecassino/Italien), deren Credo die Sesshaftigkeit vor Ort war, zogen die Mönche/Missionare der britischen Inseln auf ihren „Pilgerfahrten“ – oftmals ihr Leben lang – um „Christi Willen“ durch die Lande – und hatten sich damit der uneingeschränkten  Christianisierung des europäischen Kontinents verschrieben.

Die Pilger des Mittelalters führten dann diese Art des Reisens weiter, indem sie Pilgerfahrten zur „Heilsfindung“ - zum Beispiel - nach Jerusalem, Santiago de Compostela, Rom oder anderen Wallfahrtsorten unternahmen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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