Ritter und Burgen

Wie war das Leben als Ritter im Mittelalter? Wirklich so abenteuerlich und romantisch, wie wir uns das oft vorstellen? Darum geht es in diesem Kapitel.

Wann schlug die „Geburtsstunde“ der Ritter?

Das kann weitestgehend mit dem Beginn des zehnten Jahrhunderts gleichgesetzt werden. Mit dem Ableben Ludwigs IV, dem Kind (*893/°911) sowie des damit einhergehenden Endes der ostfränkischen Karolinger, begann im Reich eine Zeit der Ziellosigkeit, des politischen Durcheinanders und der Kriege gegen Wikinger, Magyaren und Araber.

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Gab es berittene Krieger schon vor den Rittern des Mittelalters?

Ja, in der Tat, die gab es. Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. sind aus Persien berittene Bogenschützen nachgewiesen.

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Ritter sein - was bedeutete das eigentlich?

Eine Menge. Zuerst einmal hatten die Ritter ihren Lehnsherren loyal zu dienen, für sie in den Kampf zu ziehen und ihre Befehle zu befolgen.

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Aufstieg der Ritter zum „Niederen Adel“ – wie ging das?

In der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs waren Ritter Kämpfer, die ihren Job zu Pferde ausübten.

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Wie wurde jemand zum Ritter?

Nun, die Zugehörigkeit zum so genannten niederen Adel allein, genügte nicht. Ritter zu werden, setzte in jedem Fall ein auskömmliches Vermögen voraus.

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Schwertleite und Ritterschlag – was sind das?

Schwertleite und Ritterschlag wurde den Aspiranten des Ritterstandes zuteil, die eine entsprechende Ausbildung zum Ritter mit einundzwanzig Jahren erfolgreich abgeschlossen hatten.

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Wer oder was waren „Fahrende“-Ritter?

Gerade vom Knappen zum Ritter, aber nicht immer mit Reichtum geschlagen, zogen die jungen Leute los – von Hof zu Hof, von Burg zu Burg – um gegen Entgelt auf Ritterturnieren ihr Können, ihren Mumm und ihre Belastbarkeit zu präsentieren.

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Warum hießen Kreuzritter Kreuzritter?

Gegen Ende des 11. Jahrhunderts, rief Papst Urban II. im Konzil von Clermont zum ersten Kreuzzug nach Jerusalem auf. Da es dabei darum ging, die von moslemischen Arabern besetzten Heiligen Stätten zurückzuerobern, der Feldzug sogar vom Papst sanktioniert wurde, empfanden sich die gen Morgenland ziehenden Ritter als im Namen Christi und des Kreuzes kämpfend – Kämpfer für das Kreuz, Kreuzritter.

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Wann und warum wurden Ritter zu Raubrittern?

Ab dem 14/15. Jahrhundert verlor der Ritterstand zunehmend an Bedeutung. Um ihr schwindendes Einkommen aufzumöbeln, zogen die Ritter raubend und plündernd durch das Land.

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Wer oder was sind „Arme Ritter“?

„Arme Ritter“ sind mit verquirlter Milch und Eiern bestrichene, in Paniermehl gewendete, halbe Brötchen oder Weiß- und/oder Graubrotscheiben, die in einer Pfanne mit Butterschmalz goldbraun gebraten werden.

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Burgherren – was waren das für Leute?

Im Mittelalter stellten überwiegend Angehörige des „Hohen Adels“ (-> Grafen, Fürsten), des „Hohen Klerus“ (-> Bischöfe, Äbte) sowie mächtige Adelsgeschlechter (z.B. „Staufer“, „Habsburger“), die ihren Namen nach der von ihnen bewohnten Burg (-> „Burg Hohenstaufen“ in Baden-Württemberg, „Burg Habsburg“ in der Schweiz) ableiteten, galten als Burgherren.

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Wie sah es aus – das Leben auf einer Burg?

Das Leben auf einer Burg war arbeitsintensiv, hart und beschwerlich. Handwerker (Schmiede, Tischler, Schuster, Bäcker und andere mehr) hatten sich um ein funktionierendes Burgleben zu kümmern, die Bauern einen Großteil ihrer landwirtschaftlichen Produkte an den Burgherrn abzugeben, Jäger für Wild zu sorgen, Torwächter die Burg zu beschützen und ein Mann der Kirche war für Gottes Segen zuständig.

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Welchem Zweck dienten die Burgen?

Nun, im Wesentlichen dienten Burgen als Wohnsitz der Burgherren (-> aus Adel, Klerus, Ritterschaft), der Verteidigung des die Burg umgebenden Gebietes sowie des Schutzes der Bewohner vor Angreifern (-> „Trotz“ -> „Trutzburg“).

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Wie wurden Burgen unterschieden?

Je nach landschaftlichen Gegebenheiten, gab es Insel- und Wasserburgen, Gipfel-, Höhen- oder Hangburgen, Hafenburgen sowie Niederungs- oder Talburgen. Diese Typisierung lässt naturgemäß Rückschlüsse auf die topografische Beschaffenheit der jeweils vorherrschenden Landschaftsstrukturen zu, und ist somit im Grunde selbsterklärend.

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Was sind so genannte Fliehburgen?

Flieh- oder Fluchtburgen waren ursprünglich keine Burgen im herkömmlichen Sinne. Zwar war deren vor marodierenden Horden jedweder Couleur Schutz bietende Funktion bereits seit Jahrtausenden (etwa aus der Zeit von 2500 bis 1500 v. Chr.) bekannt, erhielten aber ihre wesentliche Bedeutung in hohem Maße zu Zeiten des Fränkischen Reiches (- > Karolinger, Ottonen).

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Was sind die wesentlichen baulichen Merkmale einer Burg?

Von außen nach innen betrachtet, fängt alles mit dem Burggraben sowie einer die Burg umgebenden und der Verteidigung dienenden Mauer an, der Burgmauer. Ebenfalls zur Abwehr ungebetener Eindringlinge, waren Zugbrücke, Fallgatter und Zwinger gedacht.

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Was sind „Pechnasen“?

Ebenso wie Schießscharten, Zinnen und der Wehrturm, dienten „Pechnasen“ der Verteidigung einer Burganlage.

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Was ist eigentlich unter einem „Zwinger“ zu verstehen?

Hatten potentielle Feinde Burggraben, Zugbrücke und Fallgitter einer Burg wider Erwarten überwunden, gelangten sie üblicherweise in einen Bereich zwischen Außen- und Innentor, der – vermutlich wegen seiner Enge und damit verbundener eingeschränkter Bewegungsfreiheit – „Zwinger“ genannt wurde.

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Was ist unter dem Begriff „Kemenate“ zu verstehen?

Der Begriff „Kemenate“ (-> lat.: „cemenata) meint ursächlich eine „Kammer mit Kamin“. Auf mittelalterlichen Burgen waren „Kemenaten“ gemeinhin die einzigen – mit Kaminen – beheizbaren Räume, die vorzugsweise von den Familien der Burgherren genutzt wurden.

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