Wie wurde jemand zum Ritter?

Nun, die Zugehörigkeit zum so genannten niederen Adel allein, genügte nicht. Ritter zu werden, setzte in jedem Fall ein auskömmliches Vermögen voraus.

Immerhin hatte ein Ritter für sein Equipment – Rüstung, Schild, Lanze, Dolch, Morgenstern, Schwert und Pferd – selbst zu sorgen. War das Finanzielle gesichert, eine gute Ausbildung ab dem siebenten Lebensjahr gewährleistet, ging der jugendliche Anwärter auf den Ritterstand ab vierzehn/sechzehn Jahren als Knappe bei einem gestandenen Ritter in die Lehre.

Unabhängig von der Ausbildungsdauer im Einzelfall, wurde der ausgebildete Knappe oder, sofern aus „Hohem Adel“ stammend, Jungherr, zum Ritter „geschlagen“. Das  geschah - Tapferkeit, Tüchtigkeit und sittliche Reife unterstellt - in der Regel mit  einundzwanzig Jahren.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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