Wann schlug die „Geburtsstunde“ der Ritter?

Das kann weitestgehend mit dem Beginn des zehnten Jahrhunderts gleichgesetzt werden. Mit dem Ableben Ludwigs IV, dem Kind (*893/°911) sowie des damit einhergehenden Endes der ostfränkischen Karolinger, begann im Reich eine Zeit der Ziellosigkeit, des politischen Durcheinanders und der Kriege gegen Wikinger, Magyaren und Araber.

Und, was wird zu einer effizienten Verteidigung gebraucht? Na, klar – ein schlagkräftiges Heer mit einsatzwilligen und opferungsbereiten Männern, die vor keiner kriegerischen Auseinandersetzung zurückweichen. Heutzutage wären das zum Beispiel die US-Marines, das deutsche KSK (-> Kommando Spezialkräfte) oder die britische UKSF (-> United Kingdom Special Forces) – im frühen Mittelalter schlug die „Geburtsstunde“ der Ritter, einer berittenen Kampftruppe ohne „Furcht und Tadel“.

Als Gegenleistung für ihren Einsatz genossen die Ritter eine Reihe von Vergünstigungen und Sonderrechten. So erhielten sie beispielsweise Lehen und konnten sogar zum „niederen“ Adel aufsteigen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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