Ständeordnung

Was heißt eigentlich Lehen? Und was ist Feudalismus? Darum geht es in diesem Kapitel zur Ständeordnung im Mittelalter.

Was geschah mit einem „Lehen“ bei einem Treuebruch des Lehnsmannes?

Ganz einfach – das Lehen wurde ihm entzogen, mit Bestrafung war zu rechnen. Das galt auch dann, wenn der Lehnsmann unsachgemäß oder gar nachlässig mit seinem „Lehen“ umging.

Weiterlesen: Was geschah mit einem „Lehen“ bei einem Treuebruch des Lehnsmannes?

   

Wie hielten es die Lehnsherren mit der sogenannten „Lehnsfolge“?

Nun, „Lehnsfolge“ bedeutete so etwas wie Erbfolge des Lehensbesitzes und war tatsächlich möglich.

Weiterlesen: Wie hielten es die Lehnsherren mit der sogenannten „Lehnsfolge“?

   

War die Vergabe eines „Lehens“ an Pflichten und Rechte gebunden?

In der Tat, das war sie.

Weiterlesen: War die Vergabe eines „Lehens“ an Pflichten und Rechte gebunden?

   

Was bedeuten eigentlich die Begriffe „Lehen“, „Lehnsmann“ und „Lehnsherr“?

Der Begriff „Lehen“ kommt im weitesten Sinne von „leihen“ und meint sinngemäß „etwas Geliehenes“.

Weiterlesen: Was bedeuten eigentlich die Begriffe „Lehen“, „Lehnsmann“ und „Lehnsherr“?

   

Was ist unter dem Begriff „Ständeordnung“ zu verstehen?

Mit dem Begriff „Ständeordnung“ wird die Struktur des „staatlich-gesellschaftlichen“ Miteinanders im Mittelalter (vom Niedergang des antiken Römischen Reiches – etwa   ab dem 4/5. Jahrhundert – bis zum Beginn der Renaissance im 15. Jahrhundert) sowie der daran anschließenden „Frühen Neuzeit“ (von der Renaissance bis zur französischen Revolution im späten 18. Jahrhundert) bezeichnet.

Weiterlesen: Was ist unter dem Begriff „Ständeordnung“ zu verstehen?

   

Worin lagen die wesentlichen Aufgaben der Stände?

Kurz gesagt: Der erste Stand (-> Klerus) war für das seelische Heil und Wohl der Menschen zuständig, der zweite Stand (-> Herzöge etc., incl. König und Kaiser) hatte Schaden von Klerus und Volk abzuwehren und der dritte Stand (-> Bauern und einfache Bürger) war schlicht der Arbeit für die Lehnsherren verpflichtet.

Weiterlesen: Worin lagen die wesentlichen Aufgaben der Stände?

   

Gab es innerhalb der Stände weitere Untergliederungen?

Ja, die gab es. Da wurde streng auf eine hierarchische Ordnung geachtet. So gab es sowohl den hohen und niederen Klerus, als auch den hohen und niederen Adel.

Weiterlesen: Gab es innerhalb der Stände weitere Untergliederungen?

   

War die Zugehörigkeit zu den Ständen statisch?

Grundsätzlich, ja. Aber, im Laufe der Zeit kam es durchaus zu einer gewissen Aufweichung dieser bis dahin festgeschriebenen Struktur.

Weiterlesen: War die Zugehörigkeit zu den Ständen statisch?

   

Feudalismus – was ist das?

Der Begriff „Feudalismus“ (-> lat.: „feudum“/“feodum“ -> „Lehen“) bezeichnet die sich etwa ab Ende des 9. Jahrhunderts entwickelnde wirtschaftliche, soziale und politische Gesellschaftsordnung -> das Lehnswesen.

Weiterlesen: Feudalismus – was ist das?

   

Wie funktionierte das Lehnswesen?

Nun, der begüterte Lehnsherr vergab ein Lehen (-> Grundbesitz) an einen Lehnsmann, auch Vasall genannt.

Weiterlesen: Wie funktionierte das Lehnswesen?

   

Gab es eine Rangordnung innerhalb des Lehnswesens?

Unbedingt, denn darauf beruhte das pyramidenähnlich angelegte feudale System, das etwa so aussah (weltlich): Kaiser -> König -> Herzog -> Land-, Pfalz- und Markgraf -> Fürst -> Edelmann (-> Freiherr, Baron) -> Ritter -> Bauer.

Weiterlesen: Gab es eine Rangordnung innerhalb des Lehnswesens?

   

Wer oder was waren die „freien“ Bauern?

Den im Mittelalter vergleichsweise wenigen „freien“ Bauern gehörte das Land, das sie bewirtschafteten, möglicherweise bereits seit Generationen.

Weiterlesen: Wer oder was waren die „freien“ Bauern?

   

Wer oder was waren „halbfreie/hörige“ und „unfreie“ Bauern?

Als Halbfreie/Hörige blieben die Betroffenen zwar persönlich frei, mussten jedoch zukünftig ihre Dienste einem Lehnsherrn unterstellen und ihm aus dem erwirtschafteten Ertrag Abgaben leisten.

Weiterlesen: Wer oder was waren „halbfreie/hörige“ und „unfreie“ Bauern?

   

Wer oder was waren „Leibeigene“?

Auf der untersten Stufe der mittelalterlichen „Abhängigkeitshierarchie“ standen die Leibeigenen. Das konnte jemand sein, der – ähnlich den Halbfreien/Hörigen – ein Stück Land gegen nicht unerhebliche Abgaben an den Lehnsherrn bewirtschaftete, oder als Bäcker, Schreiner, Koch und Viehhirte seinen Frondienst leistete.

Weiterlesen: Wer oder was waren „Leibeigene“?

   
Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige