Gab es innerhalb der Stände weitere Untergliederungen?

Ja, die gab es. Da wurde streng auf eine hierarchische Ordnung geachtet. So gab es sowohl den hohen und niederen Klerus, als auch den hohen und niederen Adel.

Der hohe Klerus rekrutierte sich zumeist aus adelig Geborenen, die zum Beispiel als Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte amtierten. Zum niederen Klerus zählten unter anderen Diakone, Priester, Mönche und Nonnen.

Die Zugehörigkeit zum zweiten Stand, dem des Hochadels (-> Herzöge, Fürsten, Grafen), war durch Geburt vorgegeben. Hatte allerdings jemand – wodurch auch immer – Macht und Wohlstand eingebüßt, änderte das zwar nichts an seinem Titel, rückte ihn aber auf eine unbedeutende Stufe der Adelshierarchie.

Der Begriff „Niederer Adel“ stand für zu Grundbesitz und Vermögen gekommene Lehnsträger sowie – etwas später (-> etwa ab dem 12. Jahrhundert) – auch für zum Ritter erhobene ehemalige Hofbeamte (-> „Ministerialen“). Diese beiden Gruppen bildeten den so genannten Ritterstand.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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