Wer oder was sind "Enkel" - und welche Rolle spielen die Großeltern?

Na, das weiß doch jeder! Enkel sind die Sprösslinge der eigenen Kinder!

 

Fußknöchel

Allerdings kann mit dem Begriff „Enkel“ („engl.: „ankle“) zum Beispiel – laut „Wahrings Deutschem Wörterbuch“ – auch der menschliche Fußknöchel gemeint sein. Aber, vergessen wir das an dieser Stelle einfach einmal.

Sprachliche Herkunft

Im Grunde genommen ist es auch müßig, sich über die sprachliche Herkunft des Wortes „Enkel“ Gedanken zu machen.

Da ist in der einschlägigen Fachliteratur zwar in beeindruckender Weise von alt-, mittel- und spätmittelhochdeutschen Bezeichnungen, wie zum Beispiel

  • „eniklin“, „eninkel“,
  • einer unerschöpflichen Reihe „frühneuhochdeutscher“ Wortprägungen („Enenckel“, „Einickel“ u.a.m.) oder, in der Genealogie (Ahnen-, Familienforschung), auch schon mal von
  • „Deszendent“ (lat.: das „Absteigende“, „Absinkende“) gleich „Nachkomme“

die Rede – hat aber alles nichts damit zu tun, dass die Enkel, ob nun Enkeltochter oder Enkelsohn, in aller Regel, neben einer nicht zu leugnenden Herausforderung, auch eine Bereicherung sowohl für die Eltern, als auch für die Großeltern sein können.

Ein starkes Team

Von quicklebendigen und wissbegierigen Enkelkindern fit gehalten (Oma und Opa sitzen heute nicht mehr – runzelig, häkelnd, Pfeife rauchend und in schwarzes Tuch gekleidet – auf der Ofenbank!), bilden heutzutage beide Seiten, Großeltern und Enkel, im Idealfall ein „starkes Team“ – was allerdings nicht mit der gleichnamigen Krimi-Serie des ZDF zu verwechseln ist.

Geduld statt Smartphone

Nie hatten Großeltern, den „Vorpensionierungen sei Dank“, so viel Zeit. Abzüglich natürlich der Phasen und zeitlichen Aufwendungen für spontane Reisen, Hobbys, Interessen und/oder andere eigene Beschäftigungen.

Aber PowerPoint-Präsentationen, unergiebige Meetings, der andauernde Blick in die Mail-Box des firmeneigenen PC´s, Konflikte mit den Bossen sowie ein ständiges "zur Verfügung stehen" per Smartphone liegen allemal hinter ihnen.

Jetzt haben sie die Geduld und Muße zuzuhören, Werte und Erfahrungen zu vermitteln, vorzulesen, zu puzzeln, angeln, schwimmen, zelten und (je nach Alter) ins Kino, Theater, Museum oder in den Zoo zu gehen.

Und – bei allem ist Phantasie gefragt! Wetteifern doch häufig – eben wegen der (fast) alle betreffenden (nachberuflichen) Situation – gleich mehrere Großelternpaare um die Aufmerksamkeit der Enkelkinder.

Ziele

Wie auch immer! Machen Sie was draus, aus dem "Oma/Opa-Status".

Vielleicht reicht ja die verbleibende Zeit über die Kitaphase der Enkel hinaus. Vielleicht wird sogar der Zeitpunkt der Einschulung erreicht? Oder doch gleich das Miterleben der Abiturfeier? Offen zu lassen sind in dieser Betrachtung aber wohl mögliche Hochzeitsvorbereitungen der Enkel und die Geburt der Ur-Enkel – oder etwa doch nicht?

Nun, wer weiß das schon so genau …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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