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Wie oft wurde Wien von den Türken belagert?

Die sogenannte "Erste Wiener Türkenbelagerung" wurde von den Osmanen unter Sultan Süleyman I. (1495-1566), die "Zweite Wiener Türkenbelagerung" von Sultan Mehmed IV. (1642-1693) durchgeführt.

Süleyman I.

Wer war Süleyman I., der Prächtige?

Süleyman I., der Prächtige oder auch der Gesetzgebende (trk.: Kanuni),

  • stammte aus der von 1299 bis 1923 existierenden Dynastie der Osmanen,
  • war von 1520 bis zu seinem Tod Herrscher des Osmanischen (Türkischen) Reiches und
  • gilt als einer der berühmtesten Sultane.

Als der Feldherr, Bauherr (z.B. Süleymaniye-Moschee in Istanbul) und Gedichtsschreiber Süleyman – nach der weiter unten genannten Belagerung Wiens – im September 1566 bei Szigetvár im Süden Ungarns verstarb, reichte das Osmanische Reich in etwa von Südosteuropa über Nordafrika bis an den Iran/Persien.

1. Wiener Türkenbelagerung

Mit wessen Hilfe konnte Karl V. die Einnahme Wiens verhindern?

Nach einer Reihe vorangegangener erfolgreicher Feldzüge sowie gerade zurückkommend aus Belgrad/Serbien, glaubte Süleyman – 1529, sozusagen im Vorübergehen – die habsburgische Residenz- und spätere Hauptstadt Wien einnehmen zu können.

Zahl und Stärke seines beträchtlichen Truppenkontingents ließen durchaus einen günstigen Verlauf der Belagerung erwarten.

Dummerweise hatte er aber Karls V. (1500-1558) Unternehmungsgeist und Spontaneität unterschätzt. Denn, obwohl unter Zeitdruck stehend, gelang es Karl – mit  tatkräftiger Unterstützung seines Bruders Ferdinands I. (1503-1564) sowie einer erklecklichen Anzahl befreundeter Länder – innerhalb kürzester Zeit ebenfalls ein schlagkräftiges Heer zusammenzustellen.

Zwar hatten Süleymans Kohorten zwischenzeitig den Ring um Wien enger gezogen, Breschen in die Stadtmauern geschlagen und sich mit den vergleichsweise wenigen (militärischen) Verteidigern der Stadt das eine oder andere Scharmützel geliefert, mussten allerdings, trotz zahlenmäßiger Überlegenheit, schwere Verluste hinnehmen.

Das und das zügige Vorrücken Karls zusammengetrommelter Streitmacht in Richtung Kriegsschauplatz, muss den Osmanen-Sultan bewogen haben, nach nur knapp drei Wochen Belagerung und noch vor Karls Eintreffen, das Feld ergebnisoffen zu räumen.

Die Eroberung Wiens durch die Osmanen war misslungen.

2. Wiener Türkenbelagerung

Wer hat abermals versucht, Wien zu erstürmen?

Eine Zweite Wiener Türkenbelagerung fand 154 Jahre später (1683) statt.

Jetzt unter Sultan Mehmed IV. (1642-1693) bzw. dessen Großwesir Kara Mustafa Pascha. Sie, die Belagerung, dauerte – erfolglos – gute zwei Monate. Das osmanische Heer wurde in der Schlacht am Kahlenberg im Wienerwald geschlagen, und zog sich unverrichteter Dinge zurück.

Dank der militärischen Unterstützung Wiens durch den polnischen König Johann III. Sobieski (1629-1696), war die Eroberung Wiens ein zweites Mal misslungen. Den Großwesir Kara Mustafa Pascha ließ Mehmed IV. wenig später (wegen Unfähigkeit?) erdrosseln. Mehmed wiederum wurde 1687 entmachtet und eingesperrt. Nachfolger wurde sein Sohn Süleyman II. (1642-1691).

Quellen:

  • "Die Türken vor Wien" (Klaus-Jürgen Bremm/wbg Theiss)
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