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Die Amischen (Amish People): Fragen und Antworten

Etwa zur Mitte des 17. Jahrhunderts spalteten sich die Mennoniten von der Reform- und Täuferbewegung ab. Um 1693 trennte sich wiederum ein gewisser Jakob Ammann (1644?-1730?) von den Mennoniten, und gründete im Elsass eine Glaubensgemeinde, die wenige Jahre später – als Amische – nach seinem Namen benannt wurde.

Herkunft

Wann kamen die Amischen/Amish People nach Amerika?

Aufgrund von Verfolgung, Vertreibung und Enteignung zuerst im Elsass, der Schweiz und der Pfalz, dann auch in Lothringen und dem Saarland, emigrierten die Amischen während der Jahre 1720 bis 1730 zunehmend in die heutigen USA, vornehmlich nach Pennsylvania, Ohio und Indiana.

Glaube

Woran glauben die Amish-People?

Beide Religionsgemeinschaften, die der Mennoniten und die der Amischen, verstehen sich als  protestantische Freikirche, die auf der Täuferbewegung der Reformationszeit basiert, das heißt, sie lehnen die Kindstaufe ab, und praktizieren stattdessen die Taufe "religionsmündiger" Gläubiger. Das geschieht, wenn jemandem danach ist, im Alter zwischen 18 und 22 Jahren.

Die Amish-People sind vor allem davon überzeugt, dass ihnen – nach dem Tod – der Eintritt ins Paradies allein aufgrund des reinen Glaubens und wohlgefälliger Lebensführung sicher ist. Amische stehen für absolute Gewaltfreiheit und sehen in der sogenannten "Strengen Meidung", einer mitunter wochen- oder monatelangen gesellschaftlichen Isolation eines gegen die Gepflogenheiten der Amischen verstoßenden Sünders, die Höchststrafe.

Ein Leben in freiwilliger Einfachheit

Heute leben etwa (geschätzt) zweihundertfünfzig-/dreihunderttausend Amish-People in den USA und Kanada im Stil des 18. Jahrhunderts. Die Männer tragen große Hüte mit breiter Krempe, weiße Hemden, ärmellose Westen und Hosen in Schwarz und, sofern verheiratet, Bart; die Frauen und Mädchen Haube und Schürze, was also – alles in allem – aus der Zeit gefallen zu sein scheint, aber die Amischen schlichtweg nicht tangiert:

  • Sie sprechen Pennsylvania-Deutsch,
  • unterrichten ihre Kinder in eigenen Schulen,
  • versorgen sich landwirtschaftlich autark,
  • halten ihre Gottesdienste in Privathaushalten ab (es gibt keine Kirchen und keine Pfarrer),
  • nutzen Pferdedroschken als Fortbewegungsmittel

und lehnen unter anderem

  • Jeans, Reißverschlüsse sowie jegliche modernen
  • technischen Errungenschaften, wie – zum Beispiel – Auto, Elektrizität, Computer, Smartphone ab.

Wegen dieses gesellschaftlich abgesonderten Lebens wurden die Amish-People im Lauf der Zeit zu einem einträglichen Tourismusfaktor, dem sogenannten "Amish-Tourismus". Obwohl nunmehr häufig konfrontiert mit, und bestaunt und belächelt von Touristen, üben sich die Amish People dessen ungeachtet weiterhin in Gelassenheit. Allen modernen Errungenschaften und Eindrücken zum Trotz.    

Literatur und Film

Wo ist über die US-Amish-People Interessantes zu erfahren?

Über die Lebensweise der US-Amish-People kann man, unter anderem, sehr gut in dem Film "Der letzte Zeuge" ("Witness" von 1985; Reg.: Peter Weir; D.: u.a. Harrison Ford) sowie in den Krimis von Linda Castillo (z.B. „Die Zahl der Toten“; Fischer Taschenbuch Verlag) etwas erfahren.

In beiden Darstellungsformen, wird  das Leben und die Gewohnheiten der Amish-People durchaus einfühlsam und interessant porträtiert.

Autor:

Quellen:

  • "USA – Die Ostküste" (Werner Krum/Prestel-Verlag, München)
  • "Religionen der Welt – kompakt und visuell" (Philip Wilkinson/Dorling Kindersley Verlag, München)
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