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Wer war Pontius Pilatus?

Pontius Pilatus, Abkömmling niederen Adels, war in den Jahren um 26 bis 36 n. Chr. römischer Statthalter in Judäa und Samaria.

Grundsätzliches

Wodurch wurde Pontius Pilatus berühmt und berüchtigt?

Berühmt wurde Pontius Pilatus durch das wahrscheinlich bedeutendste Todesurteil der Weltschichte: Während seiner Amtszeit ließ er Jesus Christus im Jahr 30 n. Chr. aufgrund dubioser Anschuldigungen kreuzigen.

Anschließend, so heißt es, hat er sinngemäß gesagt: „Ich wasche meine Hände in Unschuld“ (Matthäus 27; 24).

Festgehalten wurde diese vermeintliche Aussage/Szene unter anderen in den Gemälden von

  • Duccio di Buoninsigna um 1308 bis 1311 (Museo dell`Opera del Duomo in Siena) sowie von
  • Tintoretto 1566/67 (im Sala dell´Albergo in der Scuola di San Rocco in Venedig).

Angeblich – genaues weiß man nicht – hat Pontius Pilatus im Jahre 39 n. Chr., auf Druck des römischen Kaisers Caligula, Selbstmord verübt. Wie berühmt er letztlich doch noch werden würde, konnte er damals höchstens erahnen.

Bibel

Wann geht jemand von Pontius zu Pilatus?

Im Lukas-Evangelium (Kap 23; 6-11) des Neuen Testaments ist es Jesus Christus, der im Laufe seines fadenscheinigen Prozesses zwar nicht zwischen Pontius und Pilatus, aber zwischen Pontius Pilatus und Herodes hin und her geschickt wird.

Buch der Bücher: Die Vorlage

Pontius Pilatus war zu der Zeit unter Kaiser Tiberius (42 v. Chr. - 37 n. Chr.) römischer Statthalter in Judäa (römische Provinz zwischen Syrien und Ägypten) und der Mann, der Jesus zum Tode verurteilt hat.

Obwohl Herodes (um 20 v. Chr. - 39 n. Chr.), der erst sehr viel später den Namenszusatz "Antipas" erhielt, um ihn vom Vater und  von den Römern eingesetzten König Herodes den Großen (um 73 v. Chr. - 4 v. Chr.) unterscheiden zu können, wurde er, also der Sohn, nicht mit dem Königstitel geadelt. Das hatte Kaiser Augustus (63 v. Chr. - 14 n. Chr.) versäumt testamentarisch rechtzeitig klar zu stellen. Dennoch trat Herodes Antipas nach dem Tod des Vaters (4. v. Chr.) dessen Nachfolge sowie die Herrschaft in Galiläa (im Norden Israels) an.

Als Pontius Pilatus nun erfuhr, dass Herodes sich zufälligerweise gerade in Galiläa aufhielt und juristisch für die Galiläer, demnach auch für Jesus, zuständig war, wollte er dringend den von ihm in Gewahrsam genommenen angeblichen Übeltäter, also Jesus, loswerden und ließ ihn an Herodes überstellen. Dem wiederum kam das sehr gelegen, erwartete er doch von Jesus eine Wunderdarbietung. 

Da Jesus aber nicht im Traum daran dachte, dem Herodes (Antipas) ein Wunder zu zeigen, verspottete der den Delinquenten (Jesus) und schickte ihn kurzerhand zurück an Pontius Pilatus.

Zwei Protagonisten – Pontius und Herodes – des Lukasevangeliums also, die sich zuvor zwar nicht sonderlich leiden konnten, durch das Hin- und Her-Geschicke Jesu aber doch zu Freunden? wurden (Lukas 23; 12).

Redensart: Von Pontius zu Pilatus

Obwohl nicht herauszubekommen ist, wer wann und warum darauf gekommen sein mag, Pontius Pilatus seien zwei Personen und man könne zwischen ihnen etwas hin und her schicken (was ja Unsinn ist), bleibt doch die Redenart bestehen.

Und die kommt immer dann zum Tragen, wenn jemand mit seinem Anliegen – zum Beispiel – von Behörde zu Behörde, von Arzt zu Arzt oder ganz einfach nur erfolg- und nutzlos auf unnötige Umwege verladen wird. Das ist nicht toll, kommt aber immer wieder vor. Und letztlich macht der Spruch „von Pontius zu Pilatus gehen“ dann doch irgendwie Sinn. Hat es nicht etwas von einer gewissen Ziellosigkeit?

Autor:

Quellen:

  • "Die Bibel"
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