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Benedikt von Nursia: Fragen und Antworten

Benedikt von Nursia wurde wahrscheinlich um das Jahr 480 in Nursia (Norcia in Umbrien/Italien) geboren. Er stammte aus einer wohlhabenden Familie, genoss eine angenehme Jugendzeit, zog sich aber, nach der Schule mit anschließendem Studium in Rom, aus der Gesellschaft zurück.

Werdegang

Als was lebte der junge Benedikt von Nursia?

Als Eremit! Abgestoßen vom unmoralischen und sittenlosen Lebensstil um ihn herum, wählte er stattdessen für ungefähr drei bis vier Jahre die Einsiedlerei in den Sabiner/Albaner Bergen, nicht weit von Rom.
Wieder zurückgekehrt, widmete er sich ausschließlich dem Leben in (klösterlicher) Gemeinschaft und der Arbeit ("ora et labora"). Er gilt sowohl als Gründer des Benediktinerordens als auch als so genannter "Vater des abendländischen Mönchtums". Benedikt verstarb entweder 547, 550 oder 560. Die Angaben schwanken. Über das tatsächliche Todesdatum ist nichts genaues bekannt.

Was gilt als Benedikts wesentlicher Verdienst?

Neben der Gründung mehrerer kleiner Klöster gelten das ungefähr um 529 von Benedikt von Nursia errichtete Kloster Monte Cassino sowie seine in der so genannten „Regula Benedicti“ niedergeschriebenen Regeln eines funktionierenden, gemeinschaftlichen Lebens im Kloster als seine wesentlichen Verdienste.

Welche Bedeutung hat Benedikt von Nursia heute noch?

Grundsätzlich gilt Benedikt von Nursia als Wegbereiter des abendländischen christlichen Mönchtums. Der Mönchsorden der Benediktiner ist auf seinen Namen zurückzuführen. Seine von Benedikt verfassten Regeln (-> „Regula Benedicti“) sind – seit der Aachener Reformsynode im frühen 9. Jahrhundert – nach wie vor fester Bestandteil klösterlichen Gemeinschaftslebens – im Besonderen der des Benediktinerordens.

Benedikt trägt den Titel „Vater aller Völker“ und wurde 1964 von Papst Paul VI. zum so genannten „Patron Europas“ erhoben.

Was hat Benedikt von Nursia mit Papst Gregor I. dem Großen zu tun?

Es ist nicht anzunehmen, dass sich die Beiden persönlich begegnet sind. Gregor I. wäre etwa 7, 10 oder 20 Jahre alt gewesen, als Benedikt verstarb (je nachdem, welches der vermuteten Todesjahre Benedikts man heranzieht).

Aber das Wirken Benedikts muss Gregor fasziniert haben, denn er trat nicht nur dem Benediktinerorden bei, sondern hat in seinem gegen Ende des 6. Jahrhunderts geschriebenen „Zweiten Buch der Dialoge“ („Dialogi de vita et miraculis patrum Italicorum“) das Leben Benedikts geschildert. Ob in dieser einzigen Quelle über Benedikt nun alles stimmig ist und tatsächlich so stattgefunden hat, bleibt weitestgehend unklar.

Klostergründung

Wo entstand Benedikts Kloster Monte Cassino?

Nachdem Benedikt von Nursia zuvor zwölf kleinere Klöster gegründet hatte, wandte er sich im Jahre 529 mit einigen seiner Schüler in südlicher gelegene Gefilde Italiens.

In den Bergen Latiums, einer Region Mittelitaliens, stießen sie – unweit des Ortes Cassino – auf eine ehemalige römische Befestigungsanlage („Municipium Casinum“). Sozusagen auf den Fundamenten dieser Anlage erbaute und gründete Benedikt mit seinen Leuten das Kloster Monte Cassino.

Klosterregeln

Warum verfasste Benedikt von Nursia die „Regula Benedicti“?

Während seiner Jahre als Einsiedler erkannte er schon bald, dass das streng asketische Leben eines Eremiten nicht jedermanns Sache ist.

Mochte jemand dennoch stille Einkehr suchen, allerdings nicht zwingend in Einsamkeit, sondern lieber in klösterlicher Gemeinschaft, musste für ein derartiges Zusammenleben dringend eine geeignete Organisation geschaffen werden. Also setzte Benedikt sich hin und verfasste die dazu notwendigen Regeln – die „Regula Benedicti“ –, die ein funktionierendes Miteinander möglich machen sollten.

Wissenswertes

Was ist ein Benediktuspfennig?

Der Benediktuspfennig ist eine im 18. Jahrhundert in Wien herausgegebene Medaille, die nach ihrem Namensgeber Benedikt von Nursia (480 bis 550) benannt ist.

Dieser silberne Anhänger diente als Amulett, das gegen eine Vielzahl möglicher Schicksalsschläge eingesetzt werden kann. Gegen böse Geister zum Beispiel, oder auch gegen die Pest, Blitzschlag, Hagel und Vergiftung.

Der Benediktuspfennig ist heute noch erhältlich.

Quellen:

  • "Religionen der Welt" (Philip Wilkinson/Dorling Kindersley Verlag, München)
  • "50 Klassiker – Heilige" (Peter Köhler/Gerstenberg Verlag, Hildesheim)
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