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Klöster: Wo entstanden erste Mönchs- und Klostergemeinschaften?

Bereits während des 2. und 3. Jahrhunderts zogen sich gläubige Christen aus der Gesellschaft zurück, um – zunächst allein (Einsiedler, Eremiten), zunehmend auch in Gemeinschaften – in Abgeschiedenheit und fern ab jeglicher Weltlichkeit ein gottesfürchtiges Leben zu führen.

Wüstenväter

Wer gilt als Urahn klösterlichen Lebens?

Als einer der ersten, gilt der Einsiedler Antonius von Ägypten (vermutlich 252-356). Der soll sich zur Mitte des 4. Jahrhunderts in die ägyptische Wüste zurückgezogen haben, um ohne äußere Einflüsse ein gottesfürchtiges Leben leben zu können.

Dabei scheint er sich an Jesus Christus orientiert zu haben.

War doch Christus von Gott für vierzig Tage und Nächte ebenfalls in die Wüste geführt worden. Dort sollte er, Christus, dem Teufel widerstehen. Was ihm natürlich auch gelang (Matthäus Kap. 4).

Also versuchte Antonius durch fasten, beten und eisern durchgezogene Bußübungen Gott zu dienen und den christlichen Idealen zu entsprechen. Das scheint sich herumgesprochen zu haben. Immerhin hat er es mutmaßlich geschafft, einen losen Schulterschluss mit anderen, ansonsten verstreut lebenden, Einsiedlern zu realisieren – was den heiligen Antonius zum Stammvater späterer Klostergründungen werden ließ.

Der eigentliche Ursprung klösterlicher Gemeinschaften liegt ebenso in Ägypten. Dort gründete ein gewisser Pachomius im Jahre 320 n. Chr. ein Kloster und sorgte als Erster für entsprechende Regeln klösterlichen Zusammenlebens.

Mönchtum

Wer waren die Vorläufer des Mönchtums?

Wie gesagt, waren Mönchtum und Klöster im 4. Jahrhundert in Ägypten entstanden. Und schon vor dem endgültigen Aus römischer Herrschaft, hatten sich diese Einrichtungen auch in westlichen Gegenden des Römischen Reiches etabliert.

Ein erstes halbklösterliches Mönchtum im abendländischen Raum, wird einem Bischof Eusebius von Vercelli (Piemont/Italien) zugeschrieben. Und im Jahre 361 entstand aus einer von St. Martin, des späteren Bischofs von Tours, angelegten Einsiedlerei, das erste Kloster Galliens (in Ligugé bei Poitiers/Frankreich).

Im Laufe der Jahrhunderte, stellten sich die – ausschließlich dem wahren Glauben verpflichteten – Mönchs-/Klostergemeinschaften entschieden und zielbewusst jeglichem moralischen Verfall der Römischen Kirche entgegen.

Tritt fassen

Wer entwarf ein Regelwerk klösterlichen Zusammenlebens?

Es waren im Wesentlichen die dekadenten Zustände des verblassenden römischen Reiches sowie der teilweise chaotisch herrschenden Merowinger, die gläubige und rechtschaffende Menschen dazu brachten, die Weiterentwicklung des abendländischen Mönchtums zu forcieren. Oft aber standen sie dabei im krassen Gegensatz zum Klerus. Die Kirchenmänner, nicht alle, aber viele, hatten wenig Lust, sich den strengen Lebensregeln der Mönche zu unterwerfen.

Es war Benedikt von Nursia (480-547), der um 592 das Kloster, die Benediktinerabtei Montecassino oberhalb der Stadt Cassino (Region Latium/Italien) gründete, und dort die benediktinische Klosterordnung verfasste. Ein Regelwerk (Regula Benedicti), das auf gut einhundert Seiten Verhaltensregeln für die Mönchsgemeinschaft vorgibt und in seinen Grundideen noch heute Gültigkeit hat.

Autor:

Quellen:

  • "Deutsche Geschichte, Bd.1" (Heinrich Pleticha, Hg./Bertelsmann Lexikon Verlag)
  • "Heilige: 50 Klassiker" (Peter Köhler/Gerstenberg Verlag, Hildesheim)
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