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Welche Bedeutung hatten die Pyramiden?

Welche Bedeutung hatten Pyramiden in Ägyptens altem Reich? Was ist eine Sphinx? Und was bedeutet der Begriff Nekropole? Häufig gestellte Fragen, die hier beantwortet werden sollen.

Pyramiden

Was sind Pyramiden, welchem Zweck dienten sie?

Waren die Vorläufer der Pyramiden noch schlichte Grabhügel, wurden die Grabmäler etwa ab 2500 v. Chr. zu Grabstätten gigantischen Ausmaßes. 

In der Vorstellung der Ägypter gab es eine Wiedergeburt nach dem Tod. Wann es allerdings dazu kommen konnte, wusste niemand. Also war es vorteilhaft, einen Ort zu schaffen, in dem man darauf warten konnte – sozusagen als 'Wartesaal'. Möglich aber auch, dass diese Kolossalbauten den Aufstieg in den Himmel erleichtern sollten. Man weiß es nicht so ganz genau.

Ein Knochenjob

Fakt jedenfalls scheint zu sein, dass die Pharaonen beste wirtschaftliche und finanzielle Möglichkeiten hatten, um sich diese pompösen Begräbnisstätten errichten lassen zu können. Immerhin dauerte es Jahre, in denen Heerscharen von Menschen an diesen Bauten klotzten. Allerdings sollen es nicht Sklaven gewesen sein, sondern freie, allerdings für eine bestimmte Zeit zwangsverpflichtete Bürger, die die Steinblöcke an ihren vorgesehenen Platz an der Pyramide schleppten. 

Wer ließ die heute bekanntesten Pyramiden hochziehen?

Die erste Pyramide

Als erste Pyramide gilt die Pyramidenanlage bei Sakkara, die Pharao Djoser als so genannte Stufenpyramide errichten ließ. Pharao Snofru hat, wie es heißt, innerhalb von vierzig Jahren drei Pyramiden – unter anderen die 'Rote Pyramide' – in Meidum und Dahschur bauen lassen und Pharao Cheops die 'Cheops-Pyramide', Pharao Chephren die 'Pyramide des Chephren' und Pharao Mykerinos die 'Mykerinos-Pyramide'.

Cheops, Chephren und Mykerinos sind somit die Bauträger der Pyramiden von Gizeh (auch: Gisa oder Giza) bei Kairo, die auch als eines der Sieben Weltwunder der Antike angesehen wurden.

Ausstattung und Grabbeigaben

Um nun nach dem Hinscheiden und dem Warten auf die mögliche Wiedergeburt ein nettes zu Hause zu haben, wurde die eigentliche Grabkammer innerhalb der Pyramide mit wunderbarsten Schätzen und Opfergaben ausgestattet.

Bestes und bekanntestes Beispiel derartiger Grabschätze, sind die des Tutanchamun. Dessen 1922 von Howard Carter im Tal der Könige (bei Theben/Ägypten) entdeckten Grabbeigaben, gelten als bedeutendster archäologischer Fund.

Alles hat seine Zeit

Gegen Ende der 5. Dynastie beschriftete man die Wandflächen mit religiösen Texten, den so genannten Pyramidentexten. Der Kult des Sonnengottes Re wurde populär. Neben den Pyramiden entstanden Sonnentempel. Pyramiden jetzt seltener. Und wenn, dann nicht mehr so aufwendig. Spätestens mit Beginn des Neuen Reiches (1550-1070 v. Chr.) ließen sich die Pharaonen bevorzugt im Tal der Könige bestatten.  

Sphinx

Wofür steht der Begriff Sphinx?

'Sphinx' ist griechisch, kommt aber aus dem ägyptischen 'schesep-anch' ('lebendes Abbild') und ist als Visualisierung des Pharao 'männlich', also der Sphinx!

In der ägyptischen Kunst sind das Statuen, die den König als Mischwesen mit Löwenkörper und Menschenkopf darstellen. Gleichzeitig sollen sie die Verbindung zwischen der Kraft des Tierkörpers mit dem menschlichen Verstand repräsentieren. Mit ein Grund dafür, dass der Sphinx als Wächter vor Palast- und Tempeleingängen sowie der Pyramiden gedacht war.

Der Bau des viertausend Jahre alten, etwa sechzig Meter langen und 20 Meter hohen 'Großen Sphinx von Gizeh' geht, wie sicher angenommen wird, auf Pharao Cheops und dessen Sohn und Nachfolger Chephren zurück.

Neben der Löwen/Mensch-Darstellung sind auch

  • Löwenkörper/Widderkopf (Karnak-Tempel; Nähe Luxor),
  • Löwenkörper- und Kopf/Menschengesicht (Tanis, altägyptische Stadt im nordöstlichen Niltal) sowie auch
  • weibliche 'Sphingen' (Hatschepsut; Ägyptisches Museum Kairo)

bekannt.

Nekropolen

Was sind Nekropolen?

Die frühesten heute bekannten Nekropolen (Totenstädte) stammen bereits aus vorgeschichtlicher Zeit (etwa 5000 bis 3000 v. Chr.). In der Regel waren das großflächig und meistens ausgesprochen künstlerisch gestaltete Begräbnisstätten für Könige, Höflinge und Beamte.

Aber auch 'besser verdienende' Künstler und Handwerker – zum Beispiel im Alten Ägypten – konnten sich, nachgewiesener Maßen, in guten Zeiten ebenfalls prunkvolle Gräber leisten. Viel beachtet, bedeutend und berühmt sind heute unter anderem:

  • Die ägyptischen Pyramiden von Gizeh, Sakkara und Theben sowie
  • die etruskischen Grabhügel in Populonia/Toskana (Italien) nahe der heutigen Industriestadt Piombino am Tyrrhenischen Meer (Teil des Mittelmeeres).

Autor:

Quellen:

  • "Weltgeschichte - Wissen visuell" (Knesebeck Verlag, München)
  • "Das Ägyptische Museum Kairo" (Offizieller Katalog/Verlag Philipp von Zabern, Mainz)
  • "Ägypten" (Polyglott APA Guide/Langenscheidt KG, Berlin und München)
  • "Geschichte - kompakt & visuell" (Philip Parker/Dorling Kindersley Verlag, München)
  • "So habt ihr gelebt" (Ivar Lissner/dtv)
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