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Prometheus: Menschenfreund und Kulturbringer

Welche Bedeutung hat Prometheus in der griechischen Mythologie? Wem hat er das Feuer entwendet, wem hat er es gebracht? Wie bestraft ihn Zeus nach dem Diebstahl des Feuers? Fragen, die wir in diesem Kapitel beantworten möchten.

Abstammung

Wer war Prometheus – und warum wechselte er die Seiten?

Alles war vorhanden: Himmel und Erde, die Ozeane, Fische, Federvieh und eine unermessliche Vielfalt sonstiger Tiere und Pflanzen. Was fehlte, war der Mensch. Und da kam, nein, nicht Kurt, sondern Prometheus. Ursprünglich titanischer Herkunft – seine Eltern waren die Titanen Iapetos und Klymene – "konvertierte" er nach mit voller Härte geführten Streitigkeiten zwischen Titanen und olympischen Göttern zu Letzteren. Das haben ihm die Götter des Olymp hoch angerechnet. Zum Dank für seine Unterstützung, ließen sie ihn fortan an ihren Entdeckungen und Forschungsarbeiten teilhaben.

Philanthrop

Welchen Auftrag erhielt Prometheus von den Göttern des Olymp?

Als seine Fertigkeiten einen hohen Grad der Anerkennung gefunden hatten, wurden er und sein nicht so schlauer Bruder Epimetheus ("Der, der zu spät denkt") von den Göttern des Olymp beauftragt, sämtliche Lebewesen der Erde zu erschaffen. Flugs machten sie beide an die Arbeit, und schufen aus einem feuchten Klumpen Lehm sowohl Tiere als auch die ersten Menschen. Die Göttin Athene wurde gebeten, ihnen, den Menschen, das Leben einzuhauchen.

Was holte Prometheus von der Sonne?

Das Feuer!

Prometheus, der nach der Schaffung aller Lebewesen auf Erden sah, dass insbesondere die Menschen keinerlei Ahnung hatten, wie sie ihr Dasein managen sollten, brachte er ihnen die grundlegenden Notwendigkeiten bei. Zum Beispiel lehrte er sie den Haus- und Bootsbau, zeigte ihnen, was gesundes Essen ist, machte sie auf Heilpflanzen aufmerksam und führte sie an Wissenschaft, Kunst und Kultur heran. Schnell wurde er als Wohltäter der Menschen und Kulturbringer bekannt. Eines Tages kam er dann zu dem Entschluss, dass es  an der Zeit sei, den Entwicklungsstand seiner Lieblingsgeschöpfe – der Menschen – zu erweitern. Also gab er sich einen Ruck, schwang sich auf zur Sonne, entzündete eine Fackel und brachte das Feuer heimlich zu den Menschen.

Wie hat Zeus Prometheus für den „Feuerklau“ bestraft?

Um den Menschen das Feuer zu bringen, hatte Prometheus – der Sage nach – Glut, Funken und Flamme unerlaubt der Sonne entwendet. Das passte den Göttern gar nicht, geschweige denn Zeus. Der war so erbost über diesen Frevel, dass er Prometheus zur Strafe durch zwei Knechte des Feuergottes Hephaistos im Kaukasus an einen Felsen ketten ließ.

Ein großer Sprung nach vorn

Obwohl Prometheus das Feuer im Grunde genommen den Göttern gestohlen hatte, brachte dieser Umstand seine Gemütslage nicht sonderlich durcheinander. Im Gegenteil! Er hielt sein Tun für eine herausragende Tat! Verbesserten doch Feuer und Wärme den Alltag der Menschen auf's vortrefflichste. Denn nun konnten Hütten und Häuser geheizt, das Essen warm gemacht, Werkzeuge geschmiedet und Ziegel gebrannt werden. Ein wahrer Fortschritt! 

Die Strafe folgt auf dem Fuß

Das sahen die Götter naturgemäß ganz anders. In ihren Augen hatte Prometheus gefrevelt. Denn er hatte Glut, Funken und Flamme unerlaubt entwendet. So etwas durfte nicht ungestraft bleiben. Ganz besonders Zeus war über diese Ruchlosigkeit nicht nur ungehalten und maßlos wütend, sondern auch in Sorge um seine Autorität im Olymp. Also ließ er Prometheus zur Strafe durch zwei Knechte des Feuergottes Hephaistos im Kaukasus an einen Felsen ketten.

Tortur

Was musste Prometheus im Kaukasus erdulden?

Natürlich, so sah es der Göttervater, hatte Prometheus ohnehin verschiedentlich dazu beigetragen ihn, Zeus, gehörig zu verärgern. Wegen des Diebstahls des Feuers im Besonderen. Alles wenig überraschend.

Aber nicht genug damit, Prometheus an einen Felsen ketten zu lassen, schickte Zeus auch noch einen Adler, der dem armen Prometheus täglich Stücke der Leber entreißen sollte. Allerdings erschien selbst das dem Göttervater als Strafe nicht wirklich ausreichend. Also ließ er Prometheus´ Leber über Nacht ständig wieder nachwachsen, um den Missetäter einem immerwährenden Martyrium auszusetzen.

Ich weiß etwas, was du nicht weißt

Prometheus wusste etwas, was Zeus nicht wusste, aber unbedingt wissen wollte. Und zwar einen Namen! Zeus war nämlich zu Ohren gekommen, dass da irgendjemand nicht nur eine Tochter, sondern auch einen Knaben gebären würde, der ihm eines schönen Tages den Thron streitig machen könnte. Aber trotz ständigen Nachbohrens gelang es Zeus nicht, Prometheus zu bewegen, das Geheimnis preiszugeben.

Doch irgendwann, angeblich nach Jahrhunderten, war Prometheus der fortgesetzten Fragerei überdrüssig und nannte Zeus den lang gehüteten Namen der werdenden Mutter: Metis! Ausgerechnet Metis! Denn Metis war Zeus´ Ehefrau. Zeus zögerte nicht und machte sich umgehend auf den Weg nach Hause, um das Problem mit dem scheinbar gefährlichen Nachwuchs zu lösen.

Entspannung

Durch wen wurde Prometheus vom Felsen befreit?

Durch Herakles!

Nachdem Prometheus den Namen der Mutter desjenigen preisgegeben hatte, der ihm, Zeus, einer Prophezeiung zur Folge, den Thron streitig machen würde, hatte es der Göttervater naturgemäß eilig, dieses neue Problem zu lösen. Die Beschäftigung mit dem Adler, Prometheus und dessen Leber wurden ihm schlicht lästig. Der einstige Feuerdieb schien Zeus nicht mehr wichtig zu sein.

Möglicherweise auch aus einer gewissen Dankbarkeit heraus, den Namen eines voraussichtlichen Rivalen erfahren zu haben, veranlasste Zeus also den zufällig vorbei kommenden Herakles, Prometheus endlich vom Felsen und seinen Qualen zu befreien.

Exkurs

Wie regelte Zeus die Angelegenheit mit seinem unerwünschten Filius?

Wie gesagt, Zeus war dankbar, von Prometheus den Namen der werdenden Mutter erfahren zu haben. Nun konnte er endlich der Sache nachgehen und dafür sorgen, dass der zu erwartende Nachwuchs ihm nie mehr den Thron streitig machen konnte. Dass es sich bei der Mutter des angekündigten – und für ihn, Zeus, gefährlichen – Knaben um seine Ehefrau Metis handelte, schien Zeus nicht weiter zu kümmern. Kaum zu Hause, fraß er Metis samt Kindern einfach auf.

Nicht zu Ende gedacht

Denn gleichzeitig hatte Zeus damit auch seine Tochter Athene verschlungen. Und die wollte ihm ja nichts Böses. Als ihm dämmerte, nicht nur besagten Filius, sondern eben auch die Tochter verspeist zu haben, musste er nachdenken – was ihm fürchterliche Kopfschmerzen bereitet haben soll.

Nachbesserung

Endlich, als Zeus klar wurde wo der Hase im Pfeffer lag, bat er kurz entschlossen den Feuer- und Schmiedegott Hephaistos, ihm mit einer Axt den Kopf zu spalten. Kaum getan, verschwanden nicht nur die Kopfschmerzen, nein, auch seine Tochter, Athene entsprang seinem Kopf: Eine Kopfgeburt sozusagen!

Autor:

Quellen:

  • "Sagen des klassischen Altertums“ (Gustav Schwab/Loewes Verlag Ferdinand Carl, Stuttgart)
  • "50 Klassiker – Mythen" (Gerold Dommermuth-Gudrich/Gerstenberg Verlag, Hildesheim)
  • "Mythologie für Dummies" (Christopher W. Blackwell, Amy Hackney Blackwell/mitp-Verlag, Bonn)
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