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Was war Karls Muttersprache?

Die Franken („die Kühnen“) hatten sich aus einem Konglomerat verschiedenster westlicher Germanenstämme mit unterschiedlichster Herkunft entwickelt, bevor sie zur Mitte des 3. Jahrhunderts auffällig und bekannt wurden.

Folgt man den Erkenntnissen der Sprachwissenschaft, entwickelte sich aus dem urgermanischen Sprachgewirr dieser Stämme das so genannte "Altfränkisch", eine Sprache, die von den Merowingern (etwa vom 5. bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts) bis in die Zeit der Karolinger (etwa von 750 bis ins frühe 10. Jahrhundert) gesprochen und – unter Karl dem Großen (*um 742? oder 747/48? bis °814) – mit dem Begriff "theodisca lingua" ("Sprache des Volkes") benannt wurde.

Vermutlich sprach also Karl der Große – sozusagen im "Alltag" – einen der diversen Dialekte (ggf. "Rhein- oder Moselfränkisch?") aus der germanisch-fränkischen Sprachgemeinschaft. Vielleicht war's aber auch schon ein aus dem "Altfränkischen" weiterentwickeltes "Althochdeutsch"!? Wer weiß?

Als ganz sicher ist aber anzunehmen, dass der durchaus gebildete Karl darüber hinaus auch auf Latein zu parlieren verstand ...

Autor: Manfred Zorn

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