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Nordische Götterwelt: Fragen und Antworten

Wo hat die nordisch-germanische Mythologie ihre Wurzeln? An was glaubten die Menschen jener frühen Zeit? Was sind die Asen und Wanen? Wie heißen die wichtigsten Götter? Fragen, die wir in diesem Beitrag beantworten möchten.

Ursprung

Wo entstand die nordische Mythologie?

Die nordische Mythologie umfasst Legenden und Fabeln aus den frühesten Zeiten Skandinaviens sowie auch keltische und germanische Sagen. Zu einem nicht unerheblichen Teil haben diese Erzählungen auch religiösen Hintergrund. Denn neben Riesen, Zwergen, Trollen und sonstigen Unholden, bestand die nordisch/germanische Glaubensvorstellung der Menschen aus einer unerschöpflichen Vielzahl an Göttern. Götter für jedwede Lebenssituation, sozusagen.

Glaube

Woran machten die Menschen ihren Glauben fest?

Der seinerzeitige Götterglaube war vom heutigen Religionsverständnis (zum Beispiel: Christentum, Judentum, Islam) weit entfernt. Kirchliche Institutionen in unserem Sinne gab es nicht. Die Zuordnung der Götter entsprach sowohl den allgemeinen Lebensumständen der Menschen, als auch ihrer Affinität zur Natur.

So wurden die Götter – ähnlich der ägyptischen, griechischen und römischen Mythologie/Religion – dem Donner und Blitz, Wind und Regen, der Ernte, schlimmen Naturereignissen, dem Krieg, der Liebe und Ehe sowie anderen positiven wie negativen Ereignissen zugeschrieben. Verehrt wurden sie gleichermaßen von den Wikingern, Kelten und Germanen.

Allerdings – alles verändert sich – kam es im Laufe der Jahrhunderte zu unterschiedlichen Namen. Aber, auch wenn beispielsweise der nordgermanische Gott des Donners Thor, der der kontinentalgermanischen Stämme dagegen Donar heißt, entsprechen sie doch einem gleichen Charakteristikum.

Geburtsstätte

Wer waren die Asen und Wanen?

Die von den Germanen hoch geachteten Götter entstammen zwei Götterfamilien – den Vanen und den Asen. Prominenteste Vertreterinnen der Vanen sind die Zwillingsgöttinnen Freyr und Freya. Odin/Wotan dagegen ist der wichtigste Gott der Asen. Er gilt als Göttervater.

Nach einem Kampf (Wanenkrieg) zwischen Asen und Wanen, sollen die Wanen – der Sage nach – zwar die Oberhand behalten haben, fanden sich aber großmütig mit der Gleichstellung beider Geschlechter ab. Geiseln wurden ausgetauscht. Asen und Wanen begegneten sich fortan auf Augenhöhe, ja, sie passten sich gegenseitig an.

Gottheiten

Wer waren die Götter von einiger Bedeutung (eine Auswahl)?

Odin / Wotan

  • aus der Familie der Asen, Boss aller Götter, Gott der Weisheit, Schlachtenlenker, Entscheider über den Einzug in die Walhalla (Halle der Erschlagenen)

Thor / Donar

  • Odins und Jörds (Erdgöttin) Sohn, Donner- und Wettergott, stark und hitzköpfig, trägt ständig einen Hammer mit sich und kämpft unentwegt gegen böse Mächte,

Njörd

  • aus der Familie der Wanen, herrscht über den Wind und das Meer, Vater von Freyr und Freyja

Freya / Freyja / Freia

  • Tochter von Njörd und Schwester von Freyr, Liebesgöttin

Frigg / Frigga / Frija

  • aus dem Geschlecht der Asen, Mutter des Lichtgottes Balder nach einem Seitensprung Odins mit ihr, Göttin der Liebe, Ehe und Familie

Frey / Freyr

  • Fruchtbarkeitsgott,

Loki

  • aus dem Geschlecht der Asen, Luftikus, Intrigant, Provokateur und Erzschurke,

Balder

  • Lichtgott, freundlich und sanftmütig, zuständig für das Angenehme und Erhabene, verstirbt gemeinerweise auf Betreiben Lokis mittels eines Pfeiles,   

Heimdall

  • Wächter der Regenbogenbrücke Bifröst, Stammvater der Menschen,

Tyr

  • Gott der Gerechtigkeit

Idun / Iduna

  • Göttin der Jugend und Unsterblichkeit

Die drei Nornen

  • stehen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Postskritum

Mit der Verbreitung der christlichen Lehre durch den Apostel Paulus ab 50 n. Chr. herum und nach jahrzehntelanger Christenverfolgung, wurde das Christentum

  • 325 vom römischen Kaiser Konstantin dem Großen (270/288?-337) zur anerkannten Glaubensrichtung, und ab
  • 380 von Kaiser Theodosius I. (327-395) zur Staatsreligion erhoben.

Im weiteren Verlauf der christlichen Missionierung – unter anderem in den Sachsenkriegen Karls des Großen (747-814) auf unrühmliche, weil auf außerordentlich gewalttätige Weise durchgeführt – lösten sich die Glaubensvorstellungen und Kulte der "alten Germanen" etwa ab dem 4. Jahrhundert langsam, aber stetig, auf. Allerdings wandte sich die katholische Kirche noch über das Mittelalter hinaus gegen vermeintliche Heiden, Herätiker und Ketzer. Und keineswegs immer in der feinen englischen Art.

Autor:

Quellen:

  • "Nordische Mythologie" (Paul Herrmann/Anaconda Verlag)
  • "Nordische Götter" (Johan Egerkrans/Atrium Verlag Zürich)
  • "50 Klassiker: Mythen und Sagen des Nordens" (Edmund Jacoby/Gerstenberg Verlag Hildesheim)
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