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Vergil: Leben und Werke

Der römische Dichter Vergil lebte von 70 bis 19 v. Chr. Er schrieb unter anderem das Epos über den griechischen Sagenheld Aeneis.

Herkunft

Woher stammt Publius Vergilius Maro, kurz Vergil?

So richtig bekannt ist über diesen Mann wenig bis nichts. Das, was man glaubt über ihn herausgefunden zu haben, erklärt sich im weitesten Sinne zwischen den Zeilen seiner Werke. Demnach soll er der Sohn eines Bauern gewesen sein, wäre in Mantua geboren worden, mit 33 Jahren zwar immer noch zurückhaltend bis schüchtern, aber schon berühmt gewesen, hätte so gut wie selten in Rom gelebt, dafür allerdings fast überall in Italien Zeiten seines Lebens verbracht – und sei schließlich in Kalabrien verstorben.     

Werke

Wer hat Vergil zu seinem Epos "Aeneis/Aineias" veranlasst?

Kaiser Augustus (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Kaum 31 v. Chr. an die Macht gekommen, war eines seiner Hauptanliegen, den Römern die Größe des Römischen Reiches mit allem Pipapo bewusst zu machen. Um diesen Anspruch nicht nur mit Monumenten (u.a. Ara pacis/Friedensaltar, Milliarium Aureum/Goldener Meilenstein) zu demonstrieren, überredete er den Dichter Vergil zu seinem Heldenepos "Aeneis". Vergil fand das ok. Ebenso wie seinen Zeitgenossen Livius (59-17 v. Chr.) und Horaz (65-8 v. Chr.), lag auch Vergil daran, den Landsleuten die Großartigkeit des römischen Weltreichs zu vermitteln.    

Worum geht es in Vergils Epos "Aeneis"?

Um Aeneis/Aineias, der sowohl in der griechischen als auch in der römischen Mythologie als unentwegt kämpferischer Held des Trojanischen Krieges geführt wird. Der Vater war, so heißt es in den Erzählungen, Anchises, König von Dardanos nahe Troja, die Mutter Aphrodite, die bei den Römern allerdings Venus genannt wurde/wird.

Thema

Das Epos, das inhaltlich in weiten Teilen mit Homers Ilias zu vergleichen ist, schildert – nach zehnjähriger Schreibarbeit und zwölf Bänden – wie es Aeneis nach der verloren gegangenen Schlacht um Troja mit einer Schar aufrechter Trojaner gelingt, sich aus dem Staub zu machen, aber auf dem Weg nach Italien eine Reihe gefährlicher und gewagter Abenteuer zu bestehen hat. Im sechsten Band steigt Aeneis in die Unterwelt, um sich von seinem dort aufhaltenden Vater die Herrschaft seiner Dynastie – von der dann später die Gründer Roms, Romulus und Remus, abstammen – bis zu Augustus' Zeiten orakeln zu lassen, dem er – wie auch anderen noch ungeborenen römischen Helden – während seines Besuches im Hades ebenfalls begegnet.

Was abschließend noch zu Vergils Epos gesagt werden kann, lesen Sie hier:

Idealisierung und Glorifizierung

Des Weiteren ist von der Eroberung Latiums, der Gründung der antiken Stadt Lavinium sowie, ganz allgemein, des Beginns der großartigen römischen Geschichte, also gleichsam einer Verherrlichung des antiken Rom, zu lesen. Nicht zu übersehen dabei ist, dass Kaiser Augustus, Vergils Mäzen und Förderer, in dessen "Aeneis" sprichwörtlich ein Lorbeerkranz geflochten wird.

Erfolgsstory

Vergil, der sein Heldenepos zur Zeit der römischen Bürgerkriege (133-30 v. Chr.) geschrieben hat, hat damit unzweifelhaft eines der wichtigsten Werke der lateinischen Literatur hinterlassen. Nicht umsonst wurde es im römischen Reich bereits unmittelbar nach Veröffentlichung zum Nationalepos erhoben.

Unterm Strich

In Vergils Epos kommt alles zusammen: Kampf, Gebietsaneignungen, aber auch Friede, Freude, (Eierkuchen), traute Harmonie und Einvernehmen, Verständnis und Nachsichtigkeit gegenüber Andersdenkenden und – last but not least – Gottgefälligkeit.

Autor:

Quellen:

  • "Concerto Romano" (Reinhard Raffalt/Prestel Verlag, München)
  • "Römisches Reich" (Das farbige LIFE Bildsachbuch/rororo)
  • "Allgemeinbildung XXL" (Matthias Edbauer, Hrsg./CompactVerlag, München)
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