Hatte der verordnete Zölibat auch pekuniäre Gründe?

Durchaus!

Zum einen wäre das Erbe eines Geistlichen bei einer mit Kindern gesegneten Ehe im Todesfall seinen Familienangehörigen zugefallen. Ein gottesfürchtiges Leben im Zölibat dagegen, schloss diesen Umstand aus. Ein mögliches Erbe fiel sozusagen automatisch an die Kirche.

Zum anderen wurde „sexuelles Fehlverhalten“ bis mindestens ins hohe Mittelalter hinein, von den Päpsten – neben möglichen anderen Strafen – gern mit horrenden Geldbußen belegt. Das füllte wiederum die päpstliche Schatulle.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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