Wie entstand die Ost- oder auch orthodoxe Kirche?

Bis ins dritte Jahrhundert n.Chr. hinein war das Christentum im Römischen Reich verboten und wurde systematisch unterdrückt. Erst Konstantin der Große (285 bis 337), der auf dem Sterbebett getauft wurde und als erster "christlicher" Kaiser in die Geschichte einging, legalisierte während seiner Regentschaft das Christentum.

Die Zeit Konstantins war die Zeit, in der sich das Römische Reich mehr und mehr auflöste.

Da Konstantin sich außerstande sah, den Verfall der einstigen Größe Roms aufzuhalten, beschloss er 324 n. Chr. im Osten die neue Stadt Konstantinopel (zuvor das griechische "Byzanz", heute "Istanbul") aufzubauen.

Das war sozusagen der Beginn der Reichsteilung in West- und Ostrom.

Viel später, im Jahre 1054, kam es dann auch zum Bruch der abendländischen Kirche und den Kirchen des byzantinischen Reiches, wo sich im Laufe der Zeit Unterschiede im Wesen des christlichen Glaubens herausgebildet hatten.

Auf Grund dieser Meinungsverschiedenheiten in der Auslegung des Glaubens, entstand im Osten die so genannte Orthodoxie (Rechtgläubigkeit).

Während die Kirche im Westen in ihren Werten als unbeeinflussbar und unveränderlich galt/gilt, verstehen sich die orthodoxen Kirchen als ausschließlich Gott verehrende Religionsgemeinschaft und lehnen den Papst als Vertreter Gottes ab.

Heute wird die Ostkirche nach der jeweiligen Herkunft unterschieden, unter anderem in:

  • Griechisch-orthodox und
  • Russisch-orthodox.

Das kirchliche Oberhaupt dieser Glaubensrichtungen ist der „Patriarch“.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Verwandte Beiträge

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige