Was bedeutet eigentlich „Hornberger Schießen“?

In Hornberg, einem kleinen Städtchen im Schwarzwald (Baden-Württemberg), wartete 1564 die Bevölkerung auf herzoglichen Besuch.

Dreimal glaubten die Menschen, die Ankunft des illustren Gastes ausgemacht zu haben, dreimal sahen sie sich getäuscht.

Jedes Mal ließen die Honoratioren – unter frenetischem Jubel der Massen – Kanonenböller abfeuern. Aber lediglich eine Postkutsche, ein Fuhrmann und eine Rinderherde kamen in den Genuss dieser verschwenderischen Begrüßung.

Als dann der erwartete hohe Gast doch endlich eintraf, war das Pulver verschossen.

Seither wird von einem „Hornberger Schießen“ immer dann gesprochen, wenn eine unter großem Aufwand und Bimbamborium vorgesehene und geplante Unternehmung im Sande verläuft und somit floppt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige