Was ist ein „Potemkinsches Dorf“?

Von einem „Potemkinschen Dorf“ spricht man, wenn jemandem ein X für ein U vorgemacht werden soll.

Also, wenn zum Beispiel eine Sache oder ein Tatbestand im Grunde genommen in einem total miserablen Zustand ist, aber aus bestimmten Gründen als etwas geradezu wunderbares idealisiert und schöngeredet wird.

Vater dieses Ausdrucks soll – vermutlich – ein gewisser russischer Feldmarschall namens Grigori A. Potjomkin (*1739 bis °1791) gewesen sein, der, anlässlich einer Inspektionsreise Katharinas der Großen, den einwandfreien Zustand eines Dorfes mit Häuserattrappen vorgetäuscht haben soll.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige